World Cup Italien San Potito

Samstag, den 10.07.2010

Heute ging es wie gestern an den Nordstartplatz, doch die Windvorhersage war dann doch nicht ganz so gut wie wir gestern noch dachten. 30 – 40 km/h auf  2000 m und diesen Wind hatten wir leider tatsächlich. So wurde nach langem warten der Tag abgesagt und es blieb bei den Resultaten. Luc Armant gewinnt mit zwei gewonnenen Läufen. Aljaz Valic liegt nur 29 pkt. dahinter und ich belege mit nur 3 pkt. hinter Aljaz Platz 3.

Bei den Damen gewinnt Renata Kuhnova. Da ich in der Teamwertung für Parapente Magazin flog und wir dort auch sehr gut abschnitten (Platz 1.) stehe ich dort auch auf dem Podium. Ein erfolgreicher World Cup für mich. ;-)

Nun muss ich erst einmal in die Bar, die lange Warterei am Startplatz macht durstig. Und wo sonst gibt es einen Gin Tonic für 1,50 Euro.

Die Italienischen Piloten (der Verband bezahlt die ganze WM Vorbereitung) gehen nun in einer Gewaltaktion sehr schnell nach Spanien auf die Pre Worlds, an der morgen schon der erste Lauf stattfindet.

Wir fliegen morgen Mittag von Rom zurück. Aber erst wird heute Abend ausgelassen gefeiert.

Bis dann, Gruß Pepe  

Freitag, den 09.07.2010

Salü,

am heutigen Tage ging es endlich mal wieder an den Startplatz. Die Windvorhersage sagte zwar etwas mehr Wind an, doch es wurde ein 78 km Task ausgeschrieben und um 14 Uhr gestartet. Gleich zu beginn des Rennens konnte ich mich ganz gut positionieren, obwohl die thermischen Bedingungen zu Anfang alles andere als gut waren. Eine kräftige Inversion bei 2000 m musste erst durch geheizt werden. Danach waren aber auch im Flachland ganz gute Steigwerte zu finden. Zwei große Gruppen wechselten sich öfters ab mit der Führung, die eine flog immer an den Berghängen und die andere, in der auch ich flog, ging mehr übers Flachland. Zum Schluss hatte aber leider die andere Gruppe etwas die Nase vorn und ich musste etwas gewagter zur letzten Wende mit gehen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Ging aber alles ganz gut und zusammen mit Luc, Alijas und Primos ging ich in den Endanflug. Als vierter kam ich dann ins Ziel, aber dadurch dass die andere Gruppe etwas mehr Leading Points machte, wurde ich etwas zurück, auf Platz 7 gereicht.

Damit befinde ich mich derzeit auf dem dritten Platz Overall, mit ganz knappem Rückstand zu Luc und Alijas. Aber auch die Piloten hinter mir sind ganz hauchdünn in Schlagdistanz. Es kann morgen noch einmal richtig spannend werden.

Ulli kam weniger als 3 min nach dem ersten ins Ziel und wurde 35. So eng ging es heute zu. Wahnsinn in was für kurzen Zeitabständen die Piloten ins Ziel kamen.

Bis morgen.

Gruß Pepe

 

Donnerstag, den 08.07.2010

…. nachdem die Gewitter sich nun verzogen haben, haben wir tatsächlich den versprochenen starken Wind. Die Camper unter uns spürten diesen schon die ganze Nacht, während ich mehr auf den Wetterbericht des Meteorologen warten musste. 35 km/h auf  2000 m und auf  3000 m 60 km/h. Etwas zuviel für unsere Rennsemmeln und so wurde auch der heutige Tag  Opfer des Schlechtwetterwettkampfjahres 2010.

Ich fuhr mit Jens und Inga Richtung Süden zur Amalfiküste, um etwas in die dort klaren Fluten abzutauchen. Es ging vorbei an Neapel und Pompeji und an dem Verursacher der Katastrophe, 79 nach Christi. Die Ruinen sind dort noch zu besichtigen, aber bei der Hitze sind Ruinen nix gut für mich. Lieber etwas chillen in einer ruhigen kleinen Bucht, die es nicht zu hauf gibt rund um Neapel.  

Am Abend mussten wir noch ins HQ um dort neue Koordinaten aufgespielt zu bekommen. Evtl. geht es morgen früh 8.00 Uhr Richtung Norma, da dort ein starker NO Wind noch fliegbar ist. Na wir werden es ja sehen.     

Bis dann Pepe

Mittwoch, den 07.07.2010

Nachdem heute Morgen schon in der früh der Tag abgesagt wurde, machte ich mit dem Auto eine kleine Rundfahrt im Vorland. Hier gibt es riesige Büffelherden, damit in Deutschland der Original Büffelmozarella auf den Tisch kommt. Ab Mittag wurde im Schwimmbad dann mit den Südtirolern und den Österreichern Volleyball gespielt. Ich weiß nicht ob es an mir lag, aber mein Team mit den Tirolern hatte gegen die starken Österreicher nichts zu melden.

Aber ab späten Mittag war dann schon wieder ein riesiges Gewitter über uns am toben. Essen bei den netten Nachbarn wie immer  ;-)  und dann später gemeinsam Fußball schauen.

Zumindest hat die bessere Mannschaft gewonnen.

Morgen soll es weniger Gewitter geben, dafür kommt aber der Nordwind.

Na ob das hier noch was gibt, mit dem fliegen….

Bis dann, Pepe

Dienstag, 06.07.2010

Dritter Tag und leider wie gestern schon angekündigt, ein sehr labiler Tag mit heftiger Gewittertendenz.

Wir fuhren zwar hoch an den Südstartplatz, doch nachdem eine kurze Aufgabe von 52 km gestartet wurde, gab es auch schon wieder dicke Wolken und der Tag wurde kurz darauf gecanceld.

Manche flogen noch zurück in den Heimatort über den Berg, doch mir erschien das zu gewagt und ich landete sehr zügig mit den meisten unten im Tal.
Ca. 40 min nach dem canceln hatten wir auch schon ein heftiges Gewitter und Starkwindböjen.

Wieder wurde ich dann wieder von den Österreichern zum Essen und Piefke Saga teil 3 eingeladen und wieder schmeckte es fantastisch.

Nun hoffen wir alle aber mal wieder das es zum fliegen geht. Hoffentlich schon morgen.

p.s. auf der DHV Seite wurde versehentlich berichtet, dass sich ein Pilot beim starten das Bein gebrochen hat. Das stimmt so nicht!
Richtig ist: Der Task wurde wegen sehr großer Gewitterneigung 10 min. nach Window Open gecanceld. Und beim Toplandeversuch des Piloten nach dem canceln hatte dieser einen missglückten Landeanflug am Startplatz.

Bis dann Pepe  

Montag, den 05.07.2010

Heute ging es nach einem netten geselligen Frühstück mit den Schweizern, auf einem tiefer gelegenen Startplatz. Diese Auffahrt war nicht ganz so lang wie an den vergangenen zwei Tagen und mit 1200 m nicht ganz so hoch, aber leider für den heutigen Tag viel zu hoch. Die Wolkenbasis wollte einfach nicht auf diese Höhe klettern und so warteten wir zwei Stunden im Nebel, bis sich im Hintergrund die Wolken begannen wieder in die Höhe aufzutürmen. So wurde dieser Tag wegen zu hoher Gewittergefahr abgesagt. Natürlich ging jeder dann, nachdem die Sicht nach unten frei war, zum fliegen und natürlich gab es kein Gewitter. So wurde wieder mal ein Tag versäumt. Die Basis war zwar nicht besonders hoch, aber mit 1000m ausreichend um den ganzen vorgelagerten Kessel, ca. 15 km zu durchfliegen und die gesammelte  Flachlanderfahrung den Südtirolern und Schweizern zu demonstrieren. Hi hi.

Am Abend hatten wir dann ein feines Pilotendinner im Nachbarort Piedimonte Matese und danach ging es noch in eine kleine Bar auf einen Cafe.

Mit temperaturen von 40 Grad hatten wir einen unerträglich heißen Tag.

Morgen soll es noch  einmal sehr gewittrig werden und ab Mittwoch dann hoffentlich schön zu fliegen.

Gruß Pepe

Sonntag, den 04.07.2010

Salü und guten Morgen,

heute traumschönes Wetter schon am frühen Morgen. Schlafen konnte ich auch schon nicht mehr ab sechs in der früh und so genoss ich den Tag schon um 07.30 Uhr bei einem leckeren Cappuccino und Croissant in der Bar um die Ecke. Fast hätte ich die Auffahrt um 08.50 Uhr verpasst, weil mein Buch gerade so spannend wurde.

Die Auffahrt dauerte wieder fast 2 Std. und dann noch die 70 Höhenmeter erklimmen auf den Startplatz. Die heutige Aufgabe wurde auf 79,5 Km gesetzt und zeitig gestartet. Gleich zu Anfang konnte ich mich mit Ulli Prinz gut positionieren und flog immer unter den Top 5. Ulli hatte etwas unter mir das Pech, das der Bart nicht richtig durchzog und er zurück fiel. Ich setzte meine Reise dann mit einer kleinen Gruppe weiter fort, bis …. ja leider baute sich eine dicke Wolke ziemlich auf und schon nach 75 min. musste der Task gestoppt werden. Ich erreichte mit knapp 50 km Platz 3. und Luc Armant siegte mit knappem Vorsprung. Wir mussten uns noch etwas beeilen mit dem Landen und zusammenpacken, da die Wolke schon anfing krach zu machen und sich pladdernd entlud. Den Abend verbrachte ich zusammen mit den Österreichern, die mich bestens mit Pasta und frischem Salat versorgtem.

Am Abend spielte noch ne Live Band auf dem kleinen Marktplatz und aus unerklärlichem Grund entzündete sich noch ein ausgewachsenes Feuerwerk.

Es ist zwar nur eine kleine 950 Seelengemeinde, doch die scheint hier sehr aktiv zu sein.

Spät ging es dann ins Bett.

Buona Notte, Pepe

Samstag, den 03.07.2010

Nachdem ich gestern eine sehr stressige Anreise auf dem Flughafen Rom hatte, keine Trollys bei der Gepäckausgabe, 45 min verzögerte Gepäckausgabe, 30 min das schwere Gepäck quer durch den Flughafen schleppen, 40 min anstehen für den Mietwagen usw. erwartete mich der Verkehr zur Stoßzeit. Oh wie schön können freie Landstrassen sein, wenn man sie denn schlussendlich kurz vor Ziel erreicht. Die Zimmersuche erwies sich dann aber sehr kurz und  erfolgreich. Ein schönes klimatisiertes Doppelzimmer für mich alleine nahe dem Hauptquartier lies mich aber sehr schnell wieder runter kommen. Am nächsten Morgen konnte ich mich bei der langen Busfahrt - 90 min zum Startplatz auf 1800 m - aber an der erfrischenden  Natur laben. Ich hatte mir vorab überhaupt keine Gedanken über das Gebiet gemacht, muss nun aber feststellen, dass dieses hier besonders gelungen ist. Da haben sich die Italiener zwischen Rom und Neapel aber schon mächtig ins Zeug gelegt, hier so schöne Berge  zu installieren. ;-)

Das fliegen an diesem schönen Tag entschädigte mich nun aber komplett für gestern. Ich konnte die hohen Berge (2000 m) und einen See überfliegen und musste mich anstrengen, passend zum Fußballkracher, Argentinien – Deutschland wieder in der Pension zu sein. Nun geht es gleich mit den Österreichern in die Bar zum schauen.

2,5 std. später….. na das war doch mal ein gelungenes Spiel. Da mussten selbst die Italiener anerkennend zustimmen, dass Deutschland sehr überzeugte.

Gleich noch die Wendepunkte uploaden und sich einschreiben. Und dann hoffe ich, dass wir morgen zum ersten Lauf so ein tolles Wetter haben, wie heute beim einfliegen.

Bis morgen Gruß Pepe

World Cup in Drama Greece

26.06.2010

Heute letzter Tag und mit diesem wird wieder das bessere Wetter eingeläutet. So wurde bei besten blauen Bedingungen, der längste Task der Woche mit 76 km ausgeschrieben.

Doch auch heute entwickelten sich die Wolken recht schnell und große Abschattungen stellten uns wieder einmal vor eine schwierige Aufgabe. Etwa zur hälfte des Rennens, mussten viele in dert nähe der Stadt Drama, bei schwächsten Bedingungen die Wiesen oder Sportplätze anfliegen um sicher landen zu können. Nur wenige schafften in schwächstem Steigen, die passende Höhe zu erfliegen, um die letzten 25 km anzugehen. Mit dabei, Torsten, Ulli und Richard aus dem deutschen Team. Ich konnte mich dann etwas von ihnen absetzen und erreichte bei megaturbulentem Steigen den letzten Turnpoint und das Ziel als 13 ter. So schwierig wie es mittendrin war, die Höhe für den Weiterflug zu erkämpfen, so schwierig war es bei Steigwerten von bis zu 10 m/s den Landeplatz sicher zu erkämpfen. Ich selber brauchte 45 min. um runterzukommen. Andere wie Charles Cazaux gaben nach über einer Stunde auf und landeten 2-3 km entfernt. So etwas hatte ich bis dahin noch nie erlebt. Landen fast unmöglich. Der Wind kam über den Berg und fiel mit ca. 25 km/h zu Boden und löste so Brutal die Thermik aus, dass ein Landen im Umkreis von 3 km fast nicht möglich war.

26 Piloten schafften das Ziel, unter ihnen 4 Deutsche. Ich konnte mich noch auf Platz 13 overall vorkämpfen. Ulli Prinz kam auf Platz 18 und hat damit auch sein Ticket zum Superfinale in der Tasche.

Richard Gallon, der vor 17 Jahren den World Cup dominierte und gewann, erreichte in seinem ersten World Cup seit dem, einen schönen 27 Platz. ;-)

Echt selektiv und schwierig hier ein gutes Resultat zu erfliegen. So wechselhaft und schwierig war selten ein World Cup. Thomas Brandlehner ( Austria ) kam hier am besten damit zurecht und gewann sehr souverän.

In einer Woche findet schon wieder der nächste World Cup in Italien nähe Neapel statt.

Bis dahin Gruß Pepe

25.06.2010

Dritter Lauf.

Hallo,

ja heute war es wieder einmal sehr selektiv. Bei dem Regen der gestern Abend fast 8 Stunden fiiel, war die Restfeuchte deutlich zu spüren und die Wolkenbasis nicht besonders hoch. Es sollte eine 47 km Aufgabe geflogen werden. Gerade aber auf den ersten 20 km wechselte wegen großer Abschattungen ständig die Führung. Bei km 12 war ich noch ganz vorne um zehn Minuten später, mich als unterster in der letzten Gruppe wieder einzuordnen. Musste echt schmunzeln…. Nach der ersten Wende bei km zwanzig mischte es wieder, viele gingen dort zum landen und auf einmal befand ich mich als höchster in der ersten Gruppe. ;-)

Dann sehr zäh und sehr tief mussten die anderen Deutschen zusehen, wie sich unsere Gruppe ca. 5 Schirme, langsam gen Himmel schraubte. Dieser Bart brachte uns dann an die niedrige Basis und die Reise zum Ziel verlief dann immer besser. Immer sonniger und besser wurden die Steigwerte Richtung Ziel und an der letzten Wende waren sogar fast 3 m/s als Spitzenwert drin. Von dort ging es dann mit Rückenwind und sehr schnell zum Goal. Christoph Eder Austria erflog sich einen netten Vorsprung von fast 5 Minuten um dann 5 m vor der Linie zu stehen. Der Arme. Von unserer Gruppe wurde dann dank der Führungspunkte Thomas Brandlehner erster, der nun die Overall Wertung souverän anführt. Ich wurde knappe 2 Minuten später 6. und befinde mich nun auf den 21 ten Overalls.  

Nach dem ersten Lauf wo ich nur 350 pkt. holte, hatte ich nicht mehr damit gerechnet, etwas an Boden gut zu machen.

Leider lief es für den Rest der Deutschen weniger gut, alle mussten kurz nach der ersten Wende in dem großen Schattengebiet landen.  

Insgesamt schafften 40 Piloten das Ziel.

Morgen am letzten Tag soll das Wetter so langsam besser werden. Und ich hoffe noch, von einem tollem Tag berichten zu dürfen.

Bis dahin Gruß Pepe 

24.06.2010

Zweiter Lauf,

63 km und der Himmel war zu 9/8 bewölkt. Hi hi.

Griechenland ist eine Reise wert und für Flieger nicht unbedingt geeignet. Ha ha.

Aber zumindest sind die Steigwerte bei geschlossener Wolkendecke besser als bei Sonne. Nur wann kommt denn nun der erwartete Regen, die Wolken sahen schon viel früher danach aus. So flog ich dann auch die kürzeste Verbindung zwischen den Turnpoints  direkt übers flache und war mit Yassen und dem Tasksieger des ersten Laufes, Jeremie Lager in bester Begleitung. Die Linie war toll und wir hatten einiges an Vorsprung. Doch die Wolken fielen dann wirklich vom Himmel, die Basis sank um fast 800 m in sehr kurzer Zeit und es war nur eine Frage der Zeit wann es anfing zu Regnen und der Task gestoppt wurde. So gleiteten wir Richtung zweite Wende, an der der Wind auf fast 40 Km/h auffrischte.

Kurz davor gingen wir dann auch mit der kleinen Gruppe landen. Doch es dauerte noch einige Minuten bis dann schlussendlich gestoppt wurde, so dass uns noch viele Piloten überflogen und einiges an Kilometern drauf packten. Na ja, ich hatte sowieso nichts mehr zu gewinnen, aber der Jeremie wird seinen ersten Platz wohl verloren haben.

Beim Schirm zusammenpacken fing es dann auch an zu regnen und zum Glück hielt sehr schnell ein Auto, bevor ich pladernass geregnet war.

Auch wieder ein Wettkampftag dem man nicht unbedingt nachtrauert.

Heute sind wir, Jens Inga und ich dann noch zum Essen bei einem netten Griechen eingeladen. Wird bestimmt ganz nett.

Bis morgen Pepe

23.06.2010

Heute war dann wieder mal etwas Sonne am frühen Morgen und die Hoffnung auf den ersten Lauf gleich ganz groß.

Oben am Startplatz sah es dann aber nicht mehr so freundlich aus und die erste Aufgabe, 61 km wurde gleich wieder verworfen bei den riesigen Abschattungen.

Es wurde ein 43 km Task ausgeschrieben, der es aber bei so wenig Sonne ziemlich in sich hatte. Ich brauchte fast zwei Stunden um gerade einmal 19 km zu schaffen und vielen ging es ähnlich. Eigentlich ist das ja meine Stärke, aber der Glücksfaktor war einfach zu groß. Ist wieder nicht mein Wettkampf, da viele, etwa 15 das Ziel schafften. Nun könnte man eigentlich schon wieder abreisen, da im World Cup die Formel auf jeden Fall einen tausender ausspuckt. In jedem anderen Wettkampf wären maximal 400 – 500 Pkt. erflogen worden für den ersten und man hätte noch eine Chance gehabt sich noch nach vorne fliegen zu können. Hier ist nun gleich nach so einem Lauf der Wettkampf gegessen und einer Abreise stände nichts mehr im Weg.

Nun ja, tröstet auch nicht so richtig, dass es vielen guten Piloten so ergangen ist.

Habe nun die Listen einsehen können. Früher war es so das eine Minimumdistanz von 30 oder 35 km auf dem Taskboard ausgeschrieben wurden! Nun sind weniger als 30 Piloten über diese Distanz geflogen und der Lauf zählt 1000 Pkt. für den Sieger!
Mit 19 km bekomme ich nun wie erwartet ca. 350 Pkt. und bin in der Mitte des Feldes! Diese großen Unterschiede in der Wertung im World Cup machen keine Freude auf das World Cup fliegen für die Zukunft! Man ist nach so einem Lauf absolut gefrustet und chancenlos in diesem Event und den nächsten Tagen!
Und das soll Freude bereiten hier noch weiter zu fliegen!?
Nicht wirklich. An dieser Formel muss unbedingt etwas geändert werden.
Dieses war ein schlechter Lauf, da nur 19 Piloten über ein Minimum von 35 km flogen, oder weniger als 30 über die Minimum von sonst 30 km kamen. Und dieser große Punkteunterschied tötet einen fairen Wettbewerb.

Bis morgen, ciao Pepe

Dienstag, den 22.06.2010

Tja, heute fing es schon morgens mit den Gewittern an und der Tag wurde früh abgesagt. So konnten wir wieder einmal das schöne Mittelmeer besuchen und uns die Sonne etwas auf den Bauch scheinen lassen. Wie schön leer doch die Strände in der Vorsaison sein können, herrlich. Jeder Kilometer Strand höchstens zwei Personen. Wir hatten auch sehr viel Glück mit der Auswahl unserer Bucht, denn rundherum waren immer wieder dicke Wolken die abregneten. Ist nun schon mein vierter Wettkampf hier in Griechenland und bislang waren die fliegbaren Tage dünn gesät. In drei World Cups hier in Griechenland wurde bislang 1,3 Task pro Woche geflogen. Das ist ein ähnlicher Schnitt wie in der Schweiz oder Österreich, hi hi.

Am Abend schauten wir dann noch mit den Griechen zusammen den Untergang von Ottos Truppe. Die Übermacht der Argentinier war einfach zu groß und das attraktive Fußballspiel hat sich durchgesetzt. Unser älterer Hotelbesitzer hatte fast seinen schönen Fernseher aus dem Hotel geschmissen und beschimpfte immer wieder während des Spiels „seine Stürmer“!

Morgen soll es dann noch einmal sehr gewittrig sein und dann könnte es evtl. mal wieder fliegen.

Also dann hoffen wir mal auf  Wetterbesserung.

Gruß Pepe

Montag, den 21.06.2010

Nachdem wir am Freitag bei sehr gewittrigem Wetter in Griechenland ankamen mussten wir uns erst einmal eine Unterkunft suchen. Mitten im Ortskern Drama, ca. 15 km entfernt von unserer eigentlichen Flugarena fanden, Jens, Inga und ich ein nettes kleines Hotel. Nach und nach trudelten dann die restlichen Deutschen, Torsten, Franz und noch mal Torsten ins selbe Hotel ein. Sehr müde von der Reise ging es auch nicht so spät ins Bett. Am nächsten morgen begrüßten uns dann erst einmal die vielen deutschsprachigen Griechen und tranken viel Kaffe mit uns. Echt freundlich wurde erst einmal viel über unsere Heimischen Nachbarorte diskutiert, bevor wir auf den Startplatz für einen Trainingsflug fuhren. Tolles fliegbares Wetter ließ sodann einen schönen Vorgeschmack auf die nächsten Tage aufkommen. Doch wie so häufig, ist nach dem einfliegen am Vortag, passend zum ersten Task kein Flugwetter mehr. Heftige Gewitter am Sonntag ließen keinen Durchgang zu und so wurde der Tag von uns genutzt um ans Meer zu fahren. Dort ging es erst ins Restaurant und später noch einmal an den Strand um das angenehm warme Wasser zu genießen. Relaxt und spät fuhren wir zurück um die sehr gute Griechische Küche mit bestimmt zehn Piloten zu kosten. Heute am Montag ging es bei bestem Wetter an den Startplatz für den ersten Lauf. Doch leider entwickelte sich 30 min nach dem Start ein riesiges Wölkchen und saugte so dermaßen die Luft ab, dass dieser kurz darauf gecanceld werden musste. Bei viel Wind suchte sich nun jeder seinen sicheren Landeplatz und viele bekamen später noch eine kräftige Dusche von oben. ;-)

Nun hoffen wir, dass diese labile Luft so langsam verschwindet und wir evtl. dann unseren ersten Task fliegen können.

Ach noch etwas: Hier sind alle Piloten wieder mit Livetrakingsendern ausgerüstet und unter http://www.livetrack24.com/ kann man den laufenden Task verfolgen.

Bis dahin, Gruß Pepe

18.06.2010

Nachdem der Schmittenpokal wegen viel Wind nicht zustande kam und das Wetter ja in den Alpen nicht immer für die fliegende Zunft das passende ist, versuchen wir es nun mal in Griechenland auf dem ersten von drei europäischen World Cup's.

Hoffe das dort mal am Stück eine vernünftige Hochdrucklage auf uns wartet und wir mal wieder richtig um die Wette fliegen können. ;-)

Ich werde wieder versuchen, bei passendem Internetanschluss, euch auf dem laufendem zu halten.

Der erste Lauf beginnt am Sonntag und mein Flug nach Griechenland geht heute um 12.45 Uhr.

Bis dahin Gruß Pepe

Europameisterschaft 2010

Montag, den 07.06.2010

Dritter und letzter Lauf.

Mein persönliches Waterloo.

Der letzte Lauf sollte noch mal mit 141 km eine tolle lange Aufgabe werden. Da ich gesamt auf Platz 8 stand und noch einiges nach oben bewegen konnte, flog ich diesen langen Lauf zu Anfang sehr aggressiv und puschte immer vorn fliegend. Die ersten 70 km immer voraus und bei der ersten Wende bei km 52, hatte ich gar einen Kilometer Vorsprung auf den Zweiten. Dann vor der großen Talquerung Richtung Süden-Alpenhauptkamm, ließ ich mich wieder einfangen von den Verfolgern, da diese Querung nicht so ganz einfach erschien. Doch es lief bestens und zusammen mit den anderen bildeten wir einen großen Pulk von 15 Piloten Richtung Tennengebirge, das wir überfliegen mussten. Danach der einfachste Part, die Sicherheitsboje Taborberg nördlich des Zieles und zurück ins Goal. Doch weit gefehlt, die Sicherheitsboje wurde vom Nordwind überspült und hatte ein kräftiges Lee. So kamen viele der ersten Gruppe sehr tief und machten mühsam die erforderliche Höhe für die restlichen 4 km. Ich hatte genug Höhe gemacht und besaß satte 130m Reserve für die letzten 2,9 km. Als fünfter wäre ich ins Ziel gesegelt, wenn… ja, wenn da nicht dieses grässliche Sinken vor dem letzten kleinen Hügel 500 m vor dem Goal gewesen wäre. So landete ich auf diesem wegen fehlender 20 m! Snif, das Leben kann manchmal grausam sein!

Ich wäre gesamt 4 ter geworden und das Deutsche Team wäre auf dem Podium gewesen. Und so wurde ich gesamt 47 ter und das Deutsche Team 5 ter.

Toll geflogen den ganzen Wettbewerb, immer in der Spitze und dann Platz 47!?

Meine Mutter sagte dann, als sie Rang 47 hörte, na wirst langsam alt… dass ich so knapp vor einem meiner besten Resultate stand, ist im Nachhinein dann unwichtig, denn es zählen letztlich doch immer nur die Resultate!

Wie heißt der schöne Spruch auf diversen T-Shirts.  „ Results no Bullshit“

Na ja, dieses Mal hat es nicht gekappt, aber aus Misserfolgen lernt man ja doch am meisten fürs Leben.

Und dieses versuche ich auf dem nächsten Wettkampf, kommendes Wochenende Schmittenpokal und Deutsche Liga, in besseren Resultaten zum Ausdruck zu bringen.

Trotzdem möchte ich die verdienten Sieger nicht unerwähnt lassen:

Überragend war wieder einmal Luca Donini auf Ozone, der in jedem Lauf ganz vorne war. Mit einem Weltmeistertitel und zwei Europameistertiteln ist er der erfolgreichste Pilot aller Zeiten.

Bei den Damen setzte sich konsequent Petra Slivova durch und holte einen weiteren großen Titel.

Bis dahin Gruß Pepe  

Freitag, der 04.06.2010

Zweiter Lauf,

morgens Regen und ab mittags trocken und sonnig. So fuhren wir auf den Bischling und mussten warten, dass der Startplatz frei von Wolken wurde. Eine 66 km Aufgabe nach Gröbming wurde indes von uns aufs Papier gebracht und ohne schwierige Stellen sollte diese dann auch geflogen werden. Für die niedrige Basis und die hohe Luftfeuchte und die damit verbundenen schlechteren Steigwerte wurde sehr schnell geflogen. Torsten und ich machten dann auch viel zu viel Höhe für den Endanflug und kamen dann knappe 5 Minuten nach dem Ersten ins Ziel. Nur waren schon 40 Piloten vor uns da. Alle anderen vor uns flogen deutlich tiefer ab und kamen locker ins Goal. Da der Punkteverfall ganz gravierend in den ersten 5 Minuten war, verlor ich massiv Punkte zum verdienten ersten Luca Donini, der nun auch die Overall Wertung anführt.

Ich befinde mich auf dem achten Gesamtplatz und bin leider weit weg von den ersten drei. Morgen gibt es noch mal einen Lauf bei vorhergesagtem super Wetter, da muss ich dann noch mal attackieren.

Bis später Pepe

Dienstag, der 01.06.2010

News,

es regnet Hunde und Katzen und auf dem Landeplatz schwimmen die Enten!

Wetterbesserung erst am Freitagnachmittag.

Also sieht es derzeit so aus, dass wir evtl. nur noch theoretisch den Samstag als zweiten Lauf haben werden.

Ich hoffe, dass es ein bisschen früher schöner wird und wir vielleicht schon am Freitag eine kleine Chance haben werden.

Gruß Pepe

Montag, den 31.05.2010

Letzter Tag im Mai und damit der letzte Tag eines Monats der es wahrlich nicht gut mit den Fliegern in den Alpen meinte. Nicht einmal eine Handvoll fliegbarer Tage gab es in diesem Monat. Keine Drachen WM kam zustande und wir müssen uns mit m gültigen Lauf schon glücklich schätzen. Die erste richtige Chance für einen zweiten Lauf sehen wir alle erst Freitag. Der letzte Wettkampftag ist der Samstag. Na da werden wir es doch möglich machen können eine gültige Europameisterschaft hinzubekommen. Denn zwei Läufe reichen uns ja eigentlich schon.

Eins steht zumindest fest, am gestrigen Tag ging nichts und heute sieht es ähnlich aus, oder besser gesagt schlechter.

Da ich aber seit zwei Tagen ziemlich erkältet bin, bin ich einer der wenigen, die noch nicht einmal traurig über die Pause sind, die wir gerade haben. Kann mich da wenigstens noch etwas auskurieren.

Gestern 14 stunden schlaf und heute auch etwas mehr Ruhe und dann kann ich bestimmt zum Wochenende wieder Bäume ausreißen. ;-)

Bis morgen Pepe

Sonntag, den 30.05.2010

Salü,

der gestrige Tag brachte am Morgen erst einmal viel Feuchtigkeit und extrem tief liegende Wolken. Es sollte aber am Nachmittag aufreißen und evtl. eine kleine kurze Aufgabe möglich sein.

So fuhren wir hinauf in den Nebel oder in die Wolkenbasis und warteten auf Wetterbesserung. Zum Glück stand kurz vor dem Startplatz eine nette kleine bewirtschaftete Hütte in der wir uns aufwärmen konnten. Bei der Leberknödelsuppe wurde von uns eine sehr kleine Aufgabe von 39 km aufs Papier gebracht, die dann evtl. bei Sonneneinstrahlung zu fliegen sei. Tatsächlich öffneten sich die freundlichen Pforten am Himmel und die Zweifler wurden eines besseren belehrt. Doch leider war die Luft zu Labil und die ersten Türme standen schon wieder ringsum, so dass eine sichere Aufgabe nicht zu fliegen war. Es flog zwar alles hinunter ins Tal, aber eine Stunde später ging ein riesiges Gewitter mit massivem Regen hindurch. Das leckere Pilots-Dinner mit frisch gegrilltem, schmeckte dennoch allen

Die Aussichten für die nächsten Tage sind aber alles andere als rosig. Die Schneefallgrenze soll absinken auf 1300 m und eine Front nach der anderen wird uns die nächsten Tage heimsuchen. ;-(

Wir hoffen, dass es nicht ganz so schlimm kommt.

Bis denne Gruß Pepe

  

Freitag, den 28.05.2010

Erster Lauf.

Nachdem gestern dann doch wegen sehr viel Feuchtigkeit das Angeln ins Wasser fiel, wurde kurzerhand der wirklich sehenswerte Hangar 7 am Flughafen-Salzburg besichtigt.

So eine angesammelte Menge an Spielzeugen eines Superreichen ist schon eine Attraktion. Kann ich jedem nur mal ans Herz legen sich dieses anzuschauen.

Danach gab es noch ein gutes Essen in der Mozart-Stadt und eine kleine Besichtigung der Altstadt.

Etwas unausgeschlafen war ich dann doch etwas über das tolle Wetter überrascht, dass uns am frühen Morgen auf den Berg lotste. Für den frühen Nachmittag war aber auch schon wieder die nächste Störung angesagt und dadurch wurde von Greg und mir eine nicht zu lange Aufgabe aufs Taskboard gebracht. 56 km vom Trattberg Richtung Hallstätter-See und wieder ummi gen Westen an der Postalm vorbei und dann ins Ziel nach Abtenau. Einfach, schnell und ohne große Hürden war unser angesetztes Ziel.

Bei mir lief es von Anfang an sehr gut und ich konnte immer als höchster in der ersten Gruppe puschen. Es machte einfach viel Freude das fliegen heute ;-) und so konnte ich mich mit Luc Armant und Christian Tamegger sogar leicht zum Schluss absetzten. Etwa 10 km vor Ende des Laufes ließ ich dann aber doch Luc etwas davon ziehen, da ich noch etwas mehr Höhe für einen sichern Endanflug wollte. Einen mit fast 500m über der Ziellinie etwas zu großzügigen angesetzten Einflug ins Ziel und der zweite Platz war ein schöner Einstand in den Wettkampf. Torsten kam ca. 2 Minuten nach mir als 15. ins Ziel. Kurz darauf folgten Ulli und Manuel. Yvonne erreichte auch überglücklich das Ziel. Leider schaffte Jens um 400 m nicht ganz die Ziellinie. Insgesamt flogen ca. 130 ins Goal und der Veranstalter hat seinen ersten Lauf. Freude besonders beim organisierenden Club, dass alles super klappte und der erste Task geflogen wurde.

Ich hoffe, wir können noch von vielen weiteren Läufen berichten.

Gruß an daheim Pepe

27.05.2010

Hallo,

tja hier in Abtenau sind nun schon die ersten drei Tage vergangen und bislang kam ich noch nicht dazu, meinen Computer ans Österreichische Stromnetz zu hängen.

Da ich noch einen Zwischenstopp in Oppenau bei der Bawü einschob, kam ich erst sehr spät zur Einschreibung hier vor Ort in der Nacht von Sonntag auf Montag an. Montag konnten wir dann einen kleinen Trainingstask fliegen und hatten dann am Abend eine schöne Eröffnungsfeier. Dienstag passend zum ersten Task kam dann erwartet das schlechte Wetter. ;-(  Also kein fliegen und warten, was am Mittwoch passiert.

Gestern ging es erst wieder sehr feucht zu, aber wir harrten dann zum Glück sehr lange, bei nicht ganz so optimistischem Wetter aus und wurden mit einer kurzen fliegbaren Phase belohnt. 45 km mit dem Wind und bestimmt 50 Piloten im Ziel. Toll das wir so lange gewartet hatten. Doch dann die Ernüchterung, der Tag wurde kurz vor Ende des Laufes gestoppt und später gecanceld. Etwas zu große Wolken im Ziel ließen den Veranstalter dann doch keine Wahl und er wollte alle Piloten sicher am Boden haben.

Für heute sind nun auch wieder einige Gewitter gemeldet und der Tag wurde schon am frühen Morgen abgesagt. Zumindest hatte ich nun etwas Zeit gefunden, euch einige Zeilen zu schreiben.

Etwas später wollen wir dann mit Jens und Dan unserm Physio an einen Teich zum angeln gehen.

Bis später, Pepe

Die Gleitschirm-Nationalmannschaft  für die Europameisterschaft 2010 in Abtenau stellt sich vor…

 

Text: Andreas Malecki

In diesem Jahr findet die Europameisterschaft nahe der Heimat in Österreich unweit von Salzburg im Tennengebirge statt.

Abtenau gelegen am nördlichen Fuße des Tennengebirges zwischen Salzkammergut und Niedere Tauern ist Austragungsort der Europameisterschaft und damit des wichtigsten Gleitschirm-Event des Jahres. Mit dem östlichen Nachbarn, dem Dachsteinmassiv und der  Nähe zum Alpenhauptkamm, ist es bestens gelegen und bei gutem Wetter mit mächtig viel  Spannung in der Task-Gestaltung zu rechnen.

Schon bei der Vor-EM 2009 wurde ein großes geschlossenes Dreieck von 124 km bis nahe des Alpenhauptkammes geflogen, an dem über 70 Piloten die Aufgabe umrundeten.

Auch in diesem Jahr zwischen dem 23. Mai und 05. Juni organisiert der ortsansässige Club Ikarus diesen Wettkampf.

Mit General Organizer Stefan Brandlehner, gleichzeitig Tourismus Director der Region Abtenau, und Vater Peter Brandlehner als Meet Director sind sehr viel Erfahrung an der Spitze des organisierenden Clubs vertreten.

Schon im letzten Jahr vermissten die Piloten nichts und mit dem Gasthaus Traunstein, der viele Räume zur Verfügung stellt, hat man ein adäquates Hauptquartier mit Blick auf die Sommerrodelbahn und einen Freizeitpark für das jüngere Publikum.

Für die mitreisenden Familien wird also in unmittelbarer Nähe zum offiziellen Landeplatz einiges geboten. Klettern, Biken, Ausflüge zu den Seen des Salzkammergutes (Attaseee, Mondsee, Wolfgang u. Hallstättersee) als auch die sehenswerten Eisriesenwelten nahe der Burg Hohenwerfen bieten einige Abwechselung und einer Reise mit der Familie sollte nichts mehr im Wege stehen.

Selbst ein Ausflug zum Shoppen ins 35 km entfernte Salzburg ist bei Schlechtwetter im Aktionsradius. ;-)

Das Deutsche Team um Teamchef Harry Buntz ist stark wie selten zuvor und ist mit drei Piloten unter den Top 10 der Weltrangliste vertreten.

Harry selbst hat sich im dritten Jahr als Teamchef schon sehr gut eingearbeitet und versucht den Piloten alles Erdenkliche abzunehmen, um deren Leistung und Konzentration auf das Wesentliche, nämlich das Fliegen, zu unterstützen. In Reichweite und als Ziel setzt sich das ganze Team ein Podiumsplatz mit der Mannschaft.

An diesem wird sicherlich die aktuelle Nr. 3 der Weltrangliste Ulli Prinz einiges dazusteuern. Sehr gut waren im ersten Jahr seiner Nationalmannschaftszugehörigkeit 2009 seine Ergebnisse. Es fing an mit seinem Einsatz bei der WM in Mexico, bei dem er gleich ein Resultat unter den besten Zehn erreichte, um gleich danach seinen Titel, das Montegrappa Meeting Bassano erfolgreich zu verteidigen. Über das ganze Jahr 2009 hinweg erflog er tolle Ergebnisse (Platz 2. Deutsche Meisterschaft) und nur ein wenig Glück fehlte ihm, um in den World Cup Events einmal auf das Podium zu fliegen. Seine Vorbereitung auf die EM sieht so aus, dass er direkt in die Französische Fliegerhochburg Annecy umzog, um seinem Hobby Fliegen tag aus tag ein ein Stück näher zu sein. Fit hält er sich durch regelmäßiges Biken und Winterberglaufen. Für eine Überraschung und einen Podestplatz in der Einzelwertung ist er allemal gut, denn mit seinem Boomerang 7 hat er einen der zurzeit stärksten Wettkampfflügel über sich.  Sein Topfavorit für den Titel ist der weltranklistenführende Stefan Wyss.

Torsten Siegel, derzeit Nr. 5 der aktuellen Weltrangliste, holte sich bei der WM in Mexico 2009 gleich zu Anfang des Jahres ein Top-Ergebnis mit Platz 7. Das ganze letzte Jahr war er wohl der erfolgreichste Pilot weltweit und flog auf allen World Cups einschließlich Superfinale in Italien ständig auf Platz 4 oder 5. Seine gleichmäßig abzurufende Leistung gerade auf den FAI 1 Wettkämpfen, lässt die Deutschen häufig gut dastehen und erst durch ihn einen Podestplatz im Team in erreichbare Nähe rücken. Leider sind ihm seine tollen Ergebnisse mit den vielen vierten Plätzen in letzter Zeit ein Grauen geworden. Ein Podestplatz in der Einzelwertung wäre ihm, dem in der Weltrangliste der letzten zehn Jahre beständigstem Deutschen, einmal sehr zu wünschen. Es fehlte ständig nur ein Wimpernschlag für den großen Erfolg. Über Fitness und mentale Stärke muss er sich keine Gedanken machen. Regelmäßiges Fitnesstraining und Biken formten ihn zu einem sehr ausdauernden Piloten, gerade in schwierigen Bedingungen fliegt er seine besten Ergebnisse. Eine längere Auszeit (meist 6 Wochen) im Winter ohne Schirm mit seiner Freundin Desi ist indes Pflicht. Erst ein längerer exotischer Urlaub mit ihr bringt ihm die nötige Kraft für die lange Wettkampfsaison.
Mit seinem Wechsel zu Swing u. Günter Wöhrl, der das ganze Entwicklungsteam um Michael Hartman und Torsten selbst, durch die vielen Erfolge im Sport sehr unterstützt, wird der neue Wettkampfflügel in 2010 mit Sicherheit voll konkurrenzfähig sein.

Andreas (Pepe) Malecki, derzeit Nr. 10 der aktuellen WRL, ist nach Torsten der mit den meisten Nationalmannschaftseinsätzen. Im letzten Jahr lief es direkt nach dem Wechsel zu Ozone gleich phänomenal. Der 2. Platz auf dem ersten World Cup in Brasilien brachte ihm seinen ersten Podiumsplatz in dieser Wettkampfserie. In den ersten Monaten darauf holte er sich mit dem 1. Platz auf der Mosel Open die NRW Meisterschaft und danach bei der Bayrischen den 2. Platz. Auf der Vor EM in Abtenau verfehlte er mit seinem 4. Platz nur knapp das Podium und zeigte auf, dass ihm das Gebiet sehr liegt.
In diesem Jahr konnte er in Brasilien bei der Valadares Open schon den Gesamtsieg erringen und auch bei der Brasilianischen Meisterschaft stand er auf dem Podium.
Im Winter holt er sich im Fitnesscenter und auf dem Bike die nötige Fitness für die lange Wettkampfsaison. Seine Stärken liegen im Durchbeißen bei schwierigen  Läufen, an denen nur wenige das Ziel schaffen. Mit seinem Ausrüster Ozone hat auch er einen konkurrenzfähigen Schirm.

Jens Kierdorf schaffte auch wieder dieses Jahr den Sprung ins Team und steht derzeit auf dem 41. Platz der WRL. Er flog im letzen Jahr seine besten Ergebnisse bei der Deutschen Meisterschaft mit Platz 6, auf dem World Cup in Frankreich Platz 15 und dem Superfinale in Italien mit Platz 17. Damit konnte er sich in der Kaderrangliste vor Manuel Nübel behaupten und zeigte immer mehr, dass er mental stärker wurde und auch in schnellen Läufen wie beim Superfinale den Spitzenspiloten anderer Nationen dicht auf den Fersen war oder besser ist.
Jens bereitet sich nebenher noch auf manch einen Triathlon vor und holt sich seine neu dazu gewonnene mentale Stärke aus seinem Ausdauersport. Auch er braucht eine längere Auszeit im Winter vom Fliegen und war mit seiner Freundin Inga, 5 Wochen auf Malaysia.
Ebenfalls wird er, wie Torsten, von Swing mit bestem Material versorgt.

Manuel Nübel (WRL. 59.) schaffte im letzten Jahr mit Platz 4 bei der Deutschen Meisterschaft ein tolles Resultat und zeigte mit Pl. 8. in Abtenau, dass ihm das Gebiet liegt  
Auch er wird von Swing unterstützt und ist wie Yvonne Dathe neu im Team. Viel Erfolg und einen guten Einstand ins Deutsche Team.

Yvonne Dathe, schaffte dieses Jahr schon zwei tolle Ergebnisse. Sie gewann die Greifenburg Open und wurde beim Intern. Staufencup zweite. Sie geht mit ihrem Nova Triton an den Start und vergleicht sich erstmals auf einem richtig großen Event mit der Internationalen Spitze bei den Damen. Sie geht die Wettkampffliegerei sehr analytisch und gezielt  mit ihrem Partner Thomas Ide an. „Sie sind ein tolles Team“. Viel Glück, beim ersten Nationalmannschaftseinsatz.    

Als Topfavoriten gelten wie immer als Nation die Schweizer, aber auch die Österreicher werden in ihrem Gebiet ganz vorne mitmischen. Die Italiener und die starken Tschechen und  Slowenen werden nicht kampflos zuschauen.

Der beständigste Pilot des letzten Jahres, Stefan Wyss gilt für die meisten als Favorit in der Einzelwertung und bei den Damen ist die sehr starke Französin Elisa Houdry Topfavoritin.

Bei den Schirmen zum Ausklang des Jahres zeigten Gin, Niviuk und Ozone die besten Entwicklungen. Niviuk, mit dem neuen Zwei-Leiner und Ozone, werden auf der EM knapp die Nase vorn haben.

Mal sehen, ob die anderen Hersteller die hoch gelegte Messlatte in diesem Jahr erreichen werden.

Eine interessante Europameisterschaft steht bevor.

Und wir alle freuen uns darauf.


Andreas (Pepe) Malecki

Unsere Ausrüster: Vaude Outdor-Bekleidung, VW-Nutzfahrzeuge, Schwenkel-Handschuhe, Adidas Sonnenbrillen und Plusmax-Helme.

Unterstützt von unserem Verband dem DHV

(Stand der Weltrangliste Mai 2010) 

Montag, den 26.04.2010

Intern. Staufen Cup 2010

Vom 24 auf den 25.04. hatten wir unser erstes Ligatreffen in diesem Jahr. Zusammen mit der Österreichischen Liga und fast dem ganzen Nationalteam der Italiener, konnten bei einer tollen Wetterlage, 2 Durchgänge geflogen werden.

Da wir von Andelsbuch hinauf auf den Berg fuhren, mussten die letzen 200 Höhenmeter im Schnee zu Fuß erledigt werden. Da wird dann doch so eine Wettkampfausrüstung immer schwerer. ;-)

Der erste Durchgang am Samstag konnte leider wegen einer Helikopterlandung erst etwas später gestartet werden. Ein 70 Jähriger hatte sich in der Nähe vom Startplatz bei einem Startlauf verletzt und musste abgeholt werden.

So wurde dann die erste Aufgabe verkürzt und als 43 km Speedrun erst spät gestartet. Die Einzelzeitnahme gepaart mit der leichten Aufgabe und allen Teilnehmern im Ziel zeigte dann gleich auch die Grenzen der Formel auf. Nur die ersten im Ziel bekamen gute Führungspunkte. Selbst wenn sie langsam waren, hatten diese dann noch so viele Punkte mehr gesammelt, als die nur 15 min später gestarteten. Heli Eichholzer flog die Bestzeit und landete auf Rank 14. Mark Wennsauer erflog sich einen tollen Tagessieg der aber leider für die anderen uneinholbar war. Zu viele pkt. Vorsprung vor dem letzten Tag. Ich landete auf Platz 7, startete nur 13 min später, hatte eine bessere Zeit aber 160 pkt. Rückstand. ;-(

Am Sonntag wurde dann auch erst mal über Sinn und Unsinn dieser Formel diskutiert.

Danach ging es wieder an den Startplatz und eine schöne Aufgabe von knapp 60 km wurde ausgeschrieben. Leider schafften von 120 Teilnehmern fast 2/3 die erste Wende wegen einer großen Abschattung nicht und so wurde auch dieser Task kein Vollwertig guter Lauf. Die ersten zehn Piloten konnten sich bei der ersten Wende dann auch einen großen Vorsprung heraus fliegen und diesen bis zum Ziel halten. Heli kam etwas vor mir ins Ziel, aber da ich deutlich mehr Führungsarbeit leistete konnte ich den Tagessieg erringen.

Marc Wennsauer kam ca. 14 min nach mir ins Ziel, aber behielt dadurch dass heute wenige das Goal erreichten die Gesamtführung. Martin Brunn (Österreich) wurde Overall zweiter und ich stand zumindest als dritter auf dem Treppchen.

Ein tolles Wochenende ist vorbei, aber ab Donnerstag steht schon wieder die Greifenburg Open auf dem Wettkampfkalender. Erneut zusammen mit den Österreichern und vielen anderen guten Piloten erwartet uns ein schöner 4 tägiger Wettkampf.

Bis dahin Gruß Pepe

World Cup Pocos de Caldas Brasil

Samstag, den 10.04.2010

Super Wetter und direkt nach dem Aufstehen das Gefühl zu haben, dass wir fliegen…. hatte ich schon lange nicht mehr. Es gab kaum Wind  und der Himmel zeigte sich absolut Wolkenlos.

So wurde denn eine 64 km Aufgabe ausgeschrieben, bei der sehr viele das Ziel schafften.

Bei mir lief es bis kurz vor Schluss ganz gut. Doch bei Km 50 kam ich etwas tiefer an eine im Schatten liegende Bergflanke und verlor dabei die erste Gruppe. Es kostete extrem viel Zeit dort die passende Höhe für das Ziel zu holen. Dabei überflogen mich noch reichlich Piloten aus der zweiten und dritten Gruppe. ;-(

Alijas Valic wurde mit 5 Minuten Vorsprung erster und flog wirklich einen tollen Start Ziel Sieg ein. Torsten kam mit der ersten Gruppe als ca. 15. ins Ziel.

Urban Valic wurde gesamt erster mit einem hauchdünnen Vorsprung vor Russel Achterberg und seinem Bruder Alijas. Torsten schaffte Platz 13. Overall und ich landete auf Platz 8. Somit haben sich Torsten und ich schon für das Superfinale im Oktober in der Türkei qualifiziert.

Insgesamt kann ich mit dem 8 ten Platz zufrieden sein, doch wäre eigentlich auch etwas mehr drin gewesen. Evtl. dann halt beim nächsten Mal. ;-)

Bis dahin Gruß Pepe

Freitag, den 09.04.2010

Alles vergessen was ich heute Morgen schrieb und dachte. Kurz nach dem Frühstück schlief der Wind ein in der Höhe und wir fuhren um zwölf auf den Berg. Mittlerweile waren die Bedingungen und die netten kleinen Schäfchenwolken zu hauf am Himmel zu sehen und eine 54 km Aufgabe wurde ausgeschrieben, mit Start um 14.45 Uhr!? Wie soll das gehen wenn ab 16.30 Uhr die Thermik komplett zum erliegen kommt und wir mindestens 2 Std. für die Aufgabe brauchen. Na egal die Aufgabe steht und ab 13.45 Uhr durfte gestartet werden. Es waren dann aber auch sehr bescheidene Startbedingungen, so dass nach den ersten 20 gestarteten Piloten erst einmal mindestens 20 min. gar nichts ging und der Wind von hinten blies. So kamen ich und die meisten anderen viel zu spät in die Luft und eigentlich hatte ich die ganze Zeit den Eindruck hinter her zu fliegen. Doch weit gefehlt. Torsten und ich waren sehr gut positioniert und ziemlich weit vorne.

Leider ging es nach 15 km in ein riesiges Schatttengebiet  und die meisten wollten etwas vom Kurs, in den flachen Hügeln nach brauchbarer Thermik suchen. Ich nahm mit 2 – 3 anderen die direkte Linie und konnte dadurch einige Kilometer mehr machen. Das Schattengebiet war einfach viel zu groß. Ich kam bis kurz vor die erste Wende bei 37 km und konnte mit dem dritten Platz eine ganz gute Ausgangsbasis für den morgigen letzten Tag schaffen. Torsten ist mit Platz 18 noch in sehr guter Position für den letzten Lauf am Samstag und insgesamt flog der Gewinner, Rusell Achterberg (Süd Afrika) knappe 40 km. Urban Valic wurde zweiter. Endlich mal wieder fliegen. ;-)

Bis morgen Pepe

Hallo Sportsfreunde,

hier haben wir wirklich kein Wetterglück. Heute zeigen sich schon am frühen morgen die Lentis in der Höhe und so wie es aussieht besteht keine wirkliche Aussicht auf Wetterberuhigung.

Da wir gestern schon mit den letzten Kraftreserven versucht haben, dass Wetter mit Caipi schön zu trinken und der ein oder andere nach Aspirin fragt, werden wir uns an diesem Tag etwas neues einfallen lassen müssen. Denn so langsam haben wir zuviel Vitamin C im Körper. ;-)

Evtl. fahren wir am Mittag ins nahegelegene Andradas um dort einmal die schöne Landschaft und das Fluggebiet zu erkunden.

Später dann etwas mehr.

Bis dahin Gruß Pepe

Donnerstag, den 08.04.2010

Heute wurde schon sehr viel früher oben auf dem Berg der Tag abgesagt. Zuviel Wind und dichte Wolken machen einen Task unmöglich. Wir gehen erst einmal ne heiße Schokolade trinken, denn oben auf dem Berg war es wieder bitter kalt.

Was morgen kommt… das weiß noch keiner.

Gruß Pepe

„Große Sportler“


Gestern am Startplatz gingen mir so einige Dinge durch den Kopf. Viel Wind, die Europäischen Piloten hatten eine lange Winterpause und dadurch bedingt weniger Übung am, oder unter dem Schirm. Auch bekamen die meisten ihren neuen Schirm erst kurz vor dem Wettkampf. Ferner haben sich sehr viele Piloten ein tolles Neues Gerät geleistet, dass manchen evtl. noch etwas überfordert.

Klar, das man dann etwas unsicherer ist und wieder durch etwas Training hinein kommen muss. Dieses wird dann natürlich auch am Startplatz durch einige Startübungen vollzogen. 

Mich pers. stört so etwas gar nicht, so lange ich nicht in den Leinen eingewickelt werde. ;-)

Doch die Versnobtheit manch eines höherpositionierten Piloten der Weltrangliste kennt keine Grenzen. Es wurde gelacht, gelästert und über den ein oder anderen hergezogen.

Klar gibt es Leistungsunterschiede der Sportler, aber muss man denn ständig heraus hängen lassen das man „besser“ ist!?

Große Sportler in unserem Sport, wie Chrigel Maurer, Steve Cox oder Christian Tamegger fielen eigentlich immer durch freundliches souveränes Verhalten auf. Nicht nur durch ihre vielen Erfolge. Sondern auch gerade durch den netten Umgang mit Wettkampf-Anfängern.

Ich denke, dass ist genau der feine Unterschied. Sie sind große Sportler!

Manche sind evtl. für einen kurzen Zeitraum gut.

Aber niemals Groß.

Gruß Pepe

Mittwoch, der 07.04.2010


Heute war ich das erste mal im GPS-Download-Raum… aber nicht um einen Task zu dokumentieren, sondern um diesen einfach mal zu sehen. ;-)

Denn morgen soll der Wind noch stärker sein als am heutigen Tag.

Heute waren wir zwar auf dem Startplatz bei sehr viel Wind, starteten dann auch einen Lauf, der dann aber ca. 20 min später gecanceld wurde. Zu böig erschienen dem Veranstalter die Bedingungen  Ich denke er hatte recht und die meisten Piloten waren sehr Happy über diese Entscheidung.

Da es oben auf dem Berg bitterlich kalt war, kaufte ich mir erst einmal am späten Nachmittag eine lange Hose zum fliegen. So kalt habe ich Brasilien noch nie erlebt und ich hoffe das bleibt eine Ausnahme.

Später gab es noch ein Pilotenessen für alle, an dem besonders die Süßen Sachen zum Abschluss sehr viel Beachtung fanden. Zumindest bei mir. Hi hi.

Morgen gehe ich dann mal mit ner Thermoskanne und heißem Tee zum Startplatz. Ha ha.

Und dann waren da noch die Italiener, die sich bei mir beschwerten, da ich bis tief in die Nacht den Ton meines neuen Fluginstruments einstellte. Heute Abend muss ich dann Alle Geräte abgeben für die Nacht, damit Frederico und Davide die Nachtruhe genießen können!?
;-(

Also dann mal bis später.

Gruß Pepe

Dienstag, den 06.04.2010

Heute sah es schon nach dem aufstehen ganz klar nach no Task aus. So konnte ich mich ganz ungestört, an das programmieren und pers. Einstellen des neuen Fluginstruments her machen. Keine 8 Stunden einstellen und schon denke ich, dass man damit fliegen könnte. Ging ja viel schneller als ich dachte! ;-)

Mittlerweile war aber mein Körper völlig unterkühlt in dem kalten Hotelzimmer und mein Magen schrie, er habe Hunger. Hier jagt eine Kaltfront die nächste und in Rio ist der Flugverkehr eingestellt, die Stadt überflutet, mittlerweile 96 tote und kein Ende der Schlammlawinen dort in Sicht. Die schwersten Unwetter seit 40 Jahren wird behauptet.

Doch hier in der Region, ca. 400 km von Rio entfernt scheint es so, als gebe es ab morgen eine Wetterbesserung.

Nun denn, die Übermotivierten Piloten wollen langsam ihre ersten Durchgänge fliegen. Gut, dass ich schon so einige Läufe hinter mir habe, und nicht ganz so ausgehungert nach fliegen bin. Aber braun wird hier sicherlich keiner und wärmer als zuhause, denke ich, ist es derzeit auch nicht. ;-)

Auch besteht meine Ausrüstung nur aus T-Shirts und kurzen Hosen. Denn nach Valadares mit fast 45 Grad vor drei Wochen, konnte ja keiner mit so einem Wetterumschwung rechnen.

Grüße aus dem kalten Posos.

Pepe

Montag, den 05.04.2010


Briefing verschoben, dann noch einmal verschoben…..

Und ab Mittag wurde dann endgültig der Tag für heute abgesagt.

Mittlerweile waren die Neuigkeiten von Bassano bis nach hierhin durchgedrungen. Glückwunsch an Luc Armant für den Sieg! Aber auch Konrad Görg schnitt mit seinem Neuen gutem Schirm und dem 7. Platz sehr gut ab.

Hier konnten wir zum Nachmittag zumindest noch bei geschlossner Wolkendecke etwas unsere neuen Schirme einfliegen und sogar einige Höhenmeter bis zur niedrigen Basis machen.

Der neue fliegt und nun könnte es eigentlich losgehen, wenn da nicht die starke Windvorhersage für morgen wäre.

Nun ja, warten wir es ab und hoffen, dass es dann doch nicht so schlimm kommt.

Mittlerweile glaube ich fast, das hier an die vierzig R10 herum fliegen. Letzten Wetttkampf noch der einzigste und nun einer von vielen, hi hi.

Hoffe es geht langsam mal etwas.

Bis morgen Gruß, Pepe  

Sonntag den, 04.04.2010

No flying today, because the weather hasn´t changed.

Nun ja, da konnten wir ganz beruhigt einen Shopping Tag einlegen und die neue Hardware ( Compass-Fluginstrument ) mit dem Hersteller den ganzen Nachmittag besprechen. „Ja  Oli ich habe ein Gerät und das zweite bekomme ich morgen“.

Außerdem, bekam ich sehr viel feedback für meinen Block, ich selber sei sehr informativ und der Gastschreiber Oli sehr witzig! Also, Oli, ich glaube du solltest öfters in meinem Block berichten. ;-)

Neben Shopping besuchten wir ein nettes Cafehaus, in diesem extrem auf Tourismus ausgelegtem Vendig von Brasilien. Preise wie in Rom sind hier normal und nur die Oberschicht von Sao Paulo kann sich den Besuch hier über Ostern leisten.

Nun ja und des Weiteren hoffen wir, dass wir bald mal den ersten Task fliegen.

In Bassano hat sich zumindest der Luc mit „meinem“ R10 auf dem ersten Platz gefestigt. Dort scheint das Wetter etwas besser zu sein. Ich drücke Luc für den morgigen letzten Tag die Daumen und hoffe, dass dort noch etwas geflogen wird.

Hier sind alle extrem gespannt auf die neue World Cup Saison mit all den Neuen Geräten. Und so langsam, möchte auch ich meinen neuen Schirm etwas lüften.

Bis morgen, Pepe

Samstag, den 03.04.2010

Meine Anreise zum ersten World Cup in diesem Jahr, gestaltete sich sehr hart. Viel Arbeit zuvor noch am Freitag und dann direkt zum Flughafen. Ohne Schlaf und sehr müde sammelte mich Sergio, ( ein Brasilianischer Freund ) am Airport ein und brachte mich direkt  nach Posos de Caldas zum ersten World Cup. Unterwegs wollte ich meine Dankbarkeit zeigen und den vollen Tank bezahlen. Doch hatte ich keine Chance dieses tatsächlich  zu begleichen und mit einem freundlichen Lächeln wurde ich darauf hingewiesen, du bist mein GAST.

"Evtl. komme ich einmal nach Deutschland und dann bin ich dein Gast". So einfach geht das.

Diese Gastfreundschaft hier in Brasilien sucht seinesgleichen.

Unterwegs und auch im Zielort war es dann nur am regnen und die Prognose der nächsten Tage verheißt ähnliches Flugwetter…… nämlich, keines!

So verbrachte ich den Tag mit den vielen netten Österreichern und mit dem Upload der Geräte. Danach gab es noch einen Welcome Drink der Organisation, aber die Müdigkeit holte mich mittlerweile ein. Ich hörte dann noch von den Italienern, dass Luc Armant, mit meinem in Brasilien geflogenem Schirm den ersten Lauf in Bassano auf dem Montecrappameeting gewann. Scheint wirklich ein Siegerschirm zu sein!

Viele Grüße an daheim, Pepe.

 
 Pepe Malecki - Sternstrasse  48 - 48145 Münster - Mail: pepe@muenster.de - Tel.: +49 / 171 / 8188080