World Cup Superfinale Roldanillo Kolumbien

 Freitag, den 19.01.2018

Task 8
... und wieder hatten wir am frühen Morgen einen fetten Schauer :-) doch genauso schnell wie er kam, hatten wir auch schon wieder den Sonnenschein.
Die Aufgabe von fast 90 Kilometer ging in den Süden mit einer Wende über Buga und dann weiter bis Palmira. In der Luft direkt nach dem Start schaute ich mich um und eine kleine Gruppe von ca. 8 Schirmen ging eine etwas andere Linie entlang der Berge im Westen. In dieser Gruppe befand sich Torsten, Ulli, Achim, Peter Laurie, Russel Ogden und meine Person. Und alle dachten wir in diesem Augenblick das selbe.... wenn das mal nicht ein schlechtes Omen ist. Und genauso kam es auch..... zu Anfang ging es noch mit guten Steigwerten schnell dahin, doch dann fing es an.... schlechte Thermik, große Sinkwerte die überhaubt nicht zu den Aufwinden passten und jeder von uns war mindestens einmal knapp über Grund. Das wieder Höhe aufbauen kostete viel Zeit und zur hälfte des Rennen hatten wir bestimmt 5 - 10 Kilometer Rückstand. Es soll halt nicht sein dachte jeder von uns. Achim war der erste der zum Landen ging. Wir kämpften uns zwar noch etwas ran, doch ich verpasste schon wie gestern den Anschluss und kam erneut ca. 20 min nach dem ersten ins Ziel. Der Sieger hieß einmal mehr Nikola Donnini, der sich damit auf den zweiten Platz vorschob. Michi bleibt weiter auf dem ersten Platz. Laurie hatte mit unserer Gruppe leider etwas an Boden verloren und steht nun nur noch auf dem 8 ten Platz in der Gesamtwertung. Die ersten fünf sind so dicht beienander, da wird das Finale morgen sehr spannend werden. :-)

Gruß Pepe

 Donnerstag, den 18.01.2018

Task 7
Es regnete die ganze Nacht bis in den Morgen hinein. Ein Fluß zog in der Frühstücks-Zeit durch die kleine Straße vor unserem Hotel hindurch. An fliegen dachte eigentlich keiner von uns. Doch hier kann alles passieren. Und pünktlich um 9.30 öffnete sich der Himmel und die ersten Sonnenstrahlen kamen durch. Um zehn saßen wir in den Trucks und es ging auf den noch feuchten Startplatz. 66 Kilometer mussten bewältigt werden, wobei der Startradius knapp 9 Kilometer entfernt war.
Da die Wolken den Blick nach draußen nicht immer frei gaben, kamen nur etwa die hälfte der Piloten zur Startzeit an den Startradius in time. Zu knapp bemessen heute die Zeit dafür. Für Achim und mich ging es leider nicht aus, da der Take Off fast 25 min geschlossen wurde. Achim traf es leider noch schlechter als mich, er flog so ziemlich alleine und hatte dann alsbald auch schon die Füße am Boden. Ich schaffte zwar das Ziel, aber leider auch erst etwas später. Es war ein großer Radius um das Ziel, wo wir erst hinein flogen mit kleinem Radius von 400 m und dann wieder 23 km hinaus und dann wieder hinein mit einem 100 m Radius. Es gab mehrere Routen die gut oder weniger gut gingen. Leider traf Torsten mit seiner Gruppe die in den Norden flog nicht die beste Wahl. Er verlor ziemlich Zeit und kam dann noch einmal später ins Ziel als ich. Ulli stand leider kurz und hat nun auch seinen Streicher.
Marc hatte mit Platz 15 einen guten Lauf und wurde bester Deutscher. Gewonnen mit 6 min Vorsprung hat heute Michi Siegel, der damit auch die Gesamtführung übernahm.
Also in den letzten zwei Tagen dürfen wir uns keine Fehler mehr erlauben, sonst geht es nach unten in der Liste.... :-)

Bis morgen Gruß Pepe

 Mittwoch, den 17.01.2018

Task 6
Heute Morgen regnete es fast bis 9.30 Uhr. Dementsprechend gab es eine späte Auffahrt mit etwas kühleren Temperaturen.
Der Task heute mit 68 Kilometern ging erst entlang der Ridge Richtung Norden bei schwächsten Bedingungen. Es musste lange um jeden Meter gekämpft werden. Dabei ließ ich mir mit einer etwas kleineren Gruppe viel Zeit, um die nötige Höhe für den weiter-Flug nach Süden zu holen. Immer wieder tropften einige Piloten ab und gingen zum Landen. Die Sonne kam enfach nicht durch auf den ersten 40 Kilometern. Erst als wir kurz vor der Wende im Süden waren, ließ sich die Sonne etwas mehr blicken und schon ging es mit guten Steigwerten ruckzuck ins Ziel. Heute war wieder alles dabei.... zäh und langsam und dann wieder stark und schnell.
Eine kleine dreiköpfige Gruppe mit Xevi Bonet konnte sich zu Anfang etwas absetzen und kassierte einen guten Vorsprung an Leading Punkten. Ich kam zwar weniger als 3 Minuten nach dem ersten ins Ziel, doch die Punkteabstände waren dann doch mit 80 Punkten sehr groß. Xevi gewann und steht nun auf dem dritten Gesamtrang hinter Honorin und Michi Siegel. Ich konnte mich heute um 10 Plätze verbessern und stehe nun auf Platz 21.
So langsam geht es aufwärts, doch einen dritten Fehler darf ich mir nicht erlauben in den nächsten drei Tagen... :-)

Gruß Pepe 

 Dienstag, den 16.01.2018

Task 5
Gestern an meinem Restday gab es neben einem kurzen Checkflug mit Achim, Achim`s Schirm wurde am Vortag vermessen und neu eingestellt, einige Reperaturen an meinem Gurtzeug und an meinem Schirm. An meinem Gurtzeug war der Luftschlauch gebrochen und musste erneuert werden, außerdem wurde auch mein Schirm erneut vermessen, da er mich ständig aushebelte und ich deswegen beim Thermik-kurbeln den Kern der Thermik nicht halten konnte. So stiegen mir in den letzten Tagen nicht nur ein mal die Kollegen auf und davon. Nun mit dem neuen Feintuning, wobei ich in Millimeter-Schritten den Schirm versuchte ans Optimum zu bringen, klappte es heute dann auch endlich besser.
Den Task heute bei viel Schatten und sehr schwachen Bedingungen konnte ich gut mithalten und sogar die Gruppen teilweise wieder überhöhen. Die 66 Kilometer waren gerade zur hälfte des Rennens sehr zäh. Dort zwischen 35 - 40 Kilometer landeten auch die meisten Piloten mangels Aufwinden. Mir gelang es dort im flachen, zusammen mit Michi Siegel, die beste Ausgangshöhe zu erkurbeln und sicher den Weg zur zweiten Wende an den Bergen zu nehmen. Von dort an waren die Steigwerte wieder besser und der Zielanflug war kein großes Problem mehr. Ich kam als sechster knapp 30 Sekunden nach dem ersten Luc Armant ins Ziel. Mit den Leadingpunkten konnte aber Michi Siegel diesen Lauf gewinnen und ich rutschte auf Platz 7 zurück. Bin aber damit ganz zufieden, da mein Schirm endlich wieder das tut, was ich gerne möchte :-)
Kurz nach mir, kamen Torsten und Ulli ins Ziel. Torsten steht nun in Overall auf Platz 5, Ernesto auf Platz 7 und Ulli auf dem 11 ten Platz. Honorin ist weiterhin erster in der Liste und Laurie hat derzeit einen grandiosen dritten Platz in der Overall Wertung.
Es stehen aber noch weitere 4 spannende Tage bevor.

Bis später, Gruß Pepe

 Sonntag, den 14.01.2018

Task 4
Der Tag vor dem Restday war tricky. Die Basis zu Anfang niedrig und an den Bergen wieder viele Abschattungen. Die Aufgabe - 82 Kilometer - war dieses mal in Richtung Norden gelegt worden, da der Süden die letzten Tage immer wieder von Überentwicklungen beeinflusst war. Da die beste Startposition auf der anderen Seite hinter Zarzal lag, hatten viele vor, früh das Tal zu queren. Nicht immer klappt das schon vor 12 Uhr.
Doch heute ging alles gut und ich konnte mich, mit fast allen Deutschen dort ganz gut positionieren. In time ging es von der Basis los und bis kurz vor dem Ziel war es ein schönes Race. Doch ca. 15 Kilometer vor dem Ziel sorgte eine riesige Abschattung und viel Gegenwind dafür, dass fast die ganze erste Gruppe 5 - 6 Kilometer zum Ziel am Boden stand. Keine 2 Minuten nach unserer Landung sorgten die ersten zarten Sonnenstrahlen dann dazu, dass die nachfolgenden Piloten über unseren Köpfen die ersten frischen Aufwinde dazu nutzten, die passende Höhe für den Endanflug zu erkurbeln. Honorin und Laurie, die beiden Führenden bei den Herren und Damen hatten heute das Glück, nicht bei den Führenden dabei zu sein. So kamen sie in den Genuss, ihre Führung weiter auszubauen. Gewonnen hat heute Hans Kristjan Gudmundson von Island der weit ab von der idealen Linie seine Höhe für den Final Glide als erster erflogen hatte. Glückwunsch :-)
Ich landete bei den meisten aus der ersten Gruppe ca. 5 km vor dem Ziel und Ernesto steht als dritter in der Liste von heute. Top resultat für ihn, dass ihn weiter nach vorne bringt. Als letzter und 23 ter kam noch unser Peter Nägele ins Ziel. Glückwunsch euch beiden :-)
Morgen wird etwas relaxt und am Gurtzeug repariert, bevor es dann Dienstag weiter geht.

Bis dahin Gruß Pepe 

 Samstag, den 13.01.2018

Heute waren schon bei der Fahrt auf den Berg, die Wolken sehr dick und sehr sehr schwarz.
Als wir dann unsere Schirme auslegten - für die 66 Kilometer Aufgabe - gab es schon die erste kräftige Dusche. Zum Glück hatte sich der Sportminister des Landes angemeldet und so war der Startplatz mit allen Landesfahnen geschmückt, diese eigneten sich dank ihrer guten Wassersäule gut zum abdecken der Gleitschirmausrüstungen. :-)
Mister Gin hatte sich schnell die Deutsche Fahne gegriffen und meine Ausrüstung damit vor dem gröbsten gerettet. Vielen Dank nochmal.... :-)
Nach dem heftigen Schauer wurde die Aufgabe dann ab 12.15 Uhr geöffnet. Wasser-Ballast musste ich vorher aber ablassen, denn die Familien-Paella von gestern Abend hatte mich 1 kg schwerer gemacht :-)
Doch als der Start in der Luft gerade los gehen sollte, wurde die Aufgabe auch schon wieder gecanceld. Fette Wolken und rundherum einige Schauer ließen keine sichere Fliegerei zu. Die meisten landeten im Stadion bei gefüllten Rängen :-)
Und als ich meine Füße auf den Boden absetzte, gab es den ersten Tropfen aufs Visier. Als ich mich aus dem Gurtzeug schnallte einen Regenguss den ich so bislang selten erlebt hatte.  Die komplette Ausrüstung war zehn Kilo schwerer geworden und den Nachmittag verbrachte ich im Garten des HQ und sonnte meinen Schirm, Handschuhe, Helm, Gurtzeug ....usw. Nicht ein Teil meiner Flugausrüstung war trocken geblieben.
Nun hoffe ich, dass wir morgen erst noch einmal trocken in die Luft und wieder zu Boden kommen, bevor wir dann am Montag eine Tag Flugpause haben werden.

Bis später Gruß Pepe 

 Freitag, den 12.01.2018

Task 3
Es hatte in der Nacht viel geregnet, die Feuchtigkeit in der Luft ließ die Wolken erst sehr zögerlich über den Startplatz nach oben wandern. Die Wolken hingen tief und auch im Laufe des Task gab es mehr Schatten als Sonne. Dazu gesellte sich noch etwas stärkerer Wind aus Süd und machte die Aufgabe nicht unbedingt einfacher. 82 Kilometer lang war der Task und nur die erste Gruppe schafte das Ziel. Es schattete später komplett ab und der Gegenwind nahm noch mal etwas zu.... kein guter Cocktail :-)
Ich landete 7 km vor der Ziellinie. Und auf dem Feld wo ich dann stand, stapfte man eher in einem Sumpf als in einem trockenen Acker. Man sieht überall Wasserlachen auf den Feldern und man wundert sich, dass bei dem vielen Wasser überhaupt Thermik entstehen kann.
35 Piloten schafften das Goal und erster wurde erneut Nicola Donini.

Gruß Pepe
 

 Donnerstag, den 11.01.2018

Task 2
Auszug aus dem Gespräch, Meetdirektor Pal Takats und Organisator Lucho:
Pal: Der Wetterbericht für den heutigen Tag sieht gar nich gut aus, nur Regen!
Lucho: Du weißt doch das hier keiner in den Wetterbericht schaut!
Pal: Ja das weiß ich, aber die Europäer fragen immer nach dem Wetter, dem Wind und solchen Sachen.
Lucho: Der Wetterbericht passt aber nie....
Pal: Ok .... es fliegt ja eh...

So war dann auch die Auffahrt um 8.30 Uhr und die Aufgabe von 100 KIlometern wurde bei bestem Wetter mit hoher Basis von 2500 m um 12.30 Uhr gestartet.
Das schlechte Wetter gab es dann tatsächlich nur auf der Wetterseite im Internet.  
Die Aufgabe war schnell geflogen, nur knapp über 3 Stunden brauchten die ersten für den Task. Die Führung wechselte häufiger, da die zweite Gruppe oft das Glück hatte, dass die Thermik in der zweiten Reihe öfters mal besser pulsierte als ganz vorne. Zum Schluss schob es noch einmal alle zusammen und der erste Pulk flog mit 50 Piloten innerhalb der ersten drei Minuten über die Ziellinie.
Erster wurde Nicola Donini und erste Dame erneut Lourie Genovese. Ich kam als 55 ter mit 2 min und 10 sec Rückstand ins Ziel.....  :-D

Bis später Gruß Pepe

 Mittwoch, den 10.01.2018

Task 1
Zum Start heute, gab es nicht den erwarteten Regen. Sondern schönes sonniges Wetter und eine 85 Kilometer Aufgabe.
Der Start war ein 6 Kilometer Exit Radius. Danach ging es 35 km in den Norden und wieder zurück nach Zarzal.
Das Goal war dann die Landebahn in Obando. Zu Anfang hatte ich etwas an Boden verloren aber ab mitte des Rennens konnte ich bis zur Spitze aufschließen. Doch leider verpasste ich dann zwei mal den Anschluss und die gute Phase der Thermik und so kam ich erst knappe 8 Minuten nach dem ersten Maxime Pinot ins Ziel. Ca. Platz 40 in Overall war nicht mein geplanter Einstieg in den Wettkampf. Ernesto, Torsten, Marc und Ulli machten es besser und deutlich früher das Ziel.
Aber es fängt ja erst an und es heißt in so einem Wettkampf, Fehler so weit wie möglich vermeiden. :-)

Bis morgen Gruß Pepe

 Dienstag, den 09.01.2018

Heute leider sehr bewölkt und gegen Mittag sogar leichter Regen. So kam es ersmals hier in Roldanillo dazu, dass es keinen Trainingslauf vorab gab.
Einschreibung etwas früher und später nach einem ergiebigen Regenguss ging es zur Eröffnungsfeier mit anschließendem Safety Briefung und dem Pilots Dinner. Also kam trotz Flugpause keine Langeweile auf.
Leider sind die Lokals nicht ganz so positiv für morgen, es soll wohl Regnen. Aber warten wir mal ab, was uns der Tag morgen bringen wird.

Buenos Noches Pepe

 Montag, den 08.01.2018

Nach einer entspannten Nacht, ging es nach dem Frühstück heute etwas später auf den Berg. Doch auch heute erneut super Bedingungen und so entschied ich mich, den 6 ten Lauf der Rolda Open mitzufliegen. ca. 95 Kilometer ging es im Zickzack, erst an den Hügeln und dann übers flache zum Goal nach Zarzal. Perter Nägele beobachtete ich aus der Luft - er ist hier im Wettbewerb mit dabei - wie er sauber den dritten Rang heute erflog.
Erst zwei tage hier und schon fast 10 Flugstunden abgespult :-)
Einfliegen derzeit alles andere als schlecht..... :-D

Morgen haben wir offiziell Einschreibung und die Eröffnungszeremonie.

Aber evtl. klappt ja auch noch ein kurzer Flug davor.

Gruß Pepe 

 Sonntag, den 07.01.2018

Gestern hatten wir unsere Anreise, Achim und ich hier in Kolumbien... und tatsächlich kam das ganze Gepäck mit uns in den Zielflughafen Pereira an :-)
Happy aber ziemlich übermüdet gelangten wir um 1 Uhr in der Früh in unser Hotel. Nach einer lauten und kurzen Nacht - Samstag ist Partytime hier in Kolumbien - gingen wir nach einem Netten Frühstück zusammen an den Startplatz. Eigentlich wollte ich mich nur so 1 bis 2 Stunden etwas einfliegen nach der anstrengenden Anreise, doch der Tag war zu schön :-) satte 5 std. 20 min verbrachte ich in der Luft und vollendete ein tolles FAI Dreieck von 111 Kilometern. Ein netter Farmer brachte mich dann von meinem Landeplatz bis zum Hotel und deckte mich außerdem noch mit leckeren Früchten ein. Soooooo einen schönen netten Tag verbrachte ich hier und das Abendessen rundete den tollen Tag noch angenehm ab.
Mein Enzo 3, der das erste mal nach 4 Monaten wieder das Sonnenlicht erblicken durfte, marschierte heute ab wie die Feuerwehr :-) ach was hattest du mir gefehlt :-)

So kann es denn auch gerne weitergehen :-)

Das Superfinale beginnt am Dienstag den 09.01. mit der Eröffnungszeremonie und am Mitwoch den 10.01. mit dem ersten Lauf, bis dahin sollten dann auch die letzten Deutschen angereist sein :-)

Bis später Gruß Pepe

 Donnerstag, den 04.01.2018

Noch 2 Tage, dann geht mein Flieger in Richting Südamerika.
Freue mich schon riesig auf das Superfinale.

Bis später Gruß Pepe

 Happy New Year

Ich wünsche euch allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.

Am 06.01.2018 geht es dann zum ersten Wettkampf im Neuen Jahr auf das Superfinale nach Kolumbien, von dort aus werde ich wieder täglich mit den neusten News vom Wettbewerb berichten.

Bis dahin alles gute Gruß Pepe

15. Weltmeisterschaft Feltre Italien 2017

Montag, den 17.07.2017, Tag 11

Nach dem der letzte Task mit Siegerehrung und packen usw. doch recht hektisch war, hier noch einmal meine letzten Eindrücke.

Der Task am Samstag war mit 43 Kilometer recht kurz, doch auch an diesem kurzen Lauf sah man die Tücken des Talkessels. Erst ging es doch sehr hoch an den Wolken über dem Startplatz, um dann erneut den schwierigen Part im Flachland zu bewältigen. Mir war klar, dass ich übers flache die kurze Gerade fliegen werde. Das gelang natürlich nicht, da ich irgendwann zu ungeduldig wurde und die Aufwinde am heutigen Tag sehr schwach waren. Keiner von den Deutschen Piloten erreichte heute das Ziel, aber unsere Deutsche Pilotin Yvonne schaffte mit sehr viel Geduld den Zieleinflug und Punktete fürs Deutsche Teamresultat. Das machte es aber auch nicht unbedingt besser. Wir endeten mit dem Team auf Platz 18 von 48 Nationen. In der Einzelwertung sah es ähnlich bescheiden für die deutschen aus. Ich endete auf Rank 74 von 150 Piloten. Die Franzosen holten alle Titel. Seiko gewann bei den Damen, Pierre Remy holte sich den Titel Overall und den Titel im Team ging auch an Frankreich.

Die Organisation war perfekt und die ganze Ortschaft stand dermaßen hinter dem Wettbewerb, dass es eine große Freude für alle Teilnehmer war, hier an dieser Weltmeisterschaft teilgenommen zu haben.

Nun haben wir kommendes Wochenende einen Ligawettkampf in Ellmau mit den Österreichern zusammen und dann drei Tage später den ersten Teil unserer Deutschen Meisterschaft in den Vogesen.

Bis dahin Gruß Pepe

Freitag, den 14.07.2017 Task 10

Heute ging es, nach dem es bis 09.00 Uhr regnete, rüber an die Kette bei Bassano.

Rubio mit ca. 1100 – 1200 m Basis und eine Aufgabe von 58 Kilometern.

Nicht einfach aber auch wieder mit 20 Piloten im Ziel.

Nach dem die ersten 20 Kilometer eher schnell und einfach zu fliegen waren, erwartete uns bei den Startplätzen von Bassano etwas Regen und ein großes Schattengebiet. Die Piloten an den Hängen wurden durch einen Herabfallenden Regenschweif einer großen Wolke erste einmal hinaus und runter gespült. Bei Borso del Grappa konnten sich die meisten in der ablösenden Thermik durch den Abwind auf ca. 1200 m Höhe retten und weiter in den Schatten flüchten. Ja Schatten und gleichzeitig Regen der immer stärker wurde, veranlasste mich, der Sonne entgegen Richtung Asolo zu fliegen. Aber leider begleitetet mich über 20 min dieser Regen, der immer stärker wurde hinaus ins Flachland.

Erst als ich platter nass und nur noch 50 m über Grund war, traf ich die erwartetet Thermik.
Aber leider hatte ich dann etwas zu viel schiss die Thermik einzudrehen.

Einen nassen Schirm im Regen in 50 m Höhe über Grund… ich entschied mich safe im Gas zu Landen.
Denn heile schmeckt der Rotwein am Abend viel besser, als mit ner Landung im Stall, evtl. mit einer Verletzung.

So vergurkte ich auch den heutigen Tag und auch die anderen Deutschen verpassten das Ziel.

Kein guter Tag für uns.

Gruß Pepe

Freitag, den 14.07.2017

Morgens 07.40 Uhr, es regnet Bindfäden und mein Wecker schreit....

Hatte zu gestern ganz vegessen, dass ich einem Doping Test unterzogen wurde. Das ganze prozedre mit dem Test der A und B Probe dauerte fast 1 Stunde :-) Hoffe mal, dass mein Magnesium und mein Vitamin C was ich immer zusätzlich nehme mir keine Rennvorteile und eine Sperre einbringen.... hi hi.

Außer mir waren noch Alex Schalber und Dusan Oroz bei der Urinprobe.

Evtl. wenn es heute früh aufhört mit dem Regen, fahren wir hoch für einen weiteren Lauf.

Bis später Pepe

Donnerstag, den 13.07.2017, Task 9

Anfangs hieß es noch, wir gehen an die vordere Kette auf Rubio.
Am Morgen dann die Info, Wetter dramatisch anders und wir bleiben am Monte Avena.
Erst sollte es den Hammertag geben und nu Basis kaum über Startplatz und früh Abschattungen und evtl. sogar Regen.
Nun ja, mittlerweile nehmen wir es halt wie es kommt. Hi hi…

Bei der Teambesprechung für den 56 Kilometer Task fragte mich dann Torsten, „wir werden sicherlich an den Bergen zu den großen Radien im Osten fliegen…. Oder“!?

Meine knappe Antwort, „mit Sicherheit nicht“ :-)

Torsten: „ich fliege auf jeden Fall an den Bergen“

Pepe: „Wetten nicht“

Torsten: „Ok 1 GT“

Nach dem Start und ca. zwei Kilometer Richtung erster Wende über dem Flachland… (Außer mir wollte eigentlich das ganze Deutsche Team an der Bergkette fliegen) drehte ich mich um und schaute, wer mir denn so alles ins flache folgt…
Huch… das ganze Deutsche Team war wie an der Perlenkette aufgereiht, um die Kurze gerade im Flachland zu nehmen.
Marc funkte kurz darauf, Harry das ganze Deutsche Team zusammen im Flachen.
Wir hörten hinterher das die Gesichtszüge des Teamchefs kurzzeitig entgleisten.
Aber direkt schon in der ersten Thermik juchzte ich und schrie ein kurzes „Wette gewonnen“ zu Torsten hinüber :-) Und nun auch erkannten selbst die Teams der Schweiz und Frankreich, die an der Bergkette flogen, dass sie nichts mehr mit dem Ausgang des Rennens zu tun haben werden :-) Zu gut lief es im flachen. Drehen selten und nur gute Linien machten das vorankommen mehr als easy. Es ging immer knapp an der Basis und mindestens halb gas weiter, der zweiten und dritten Wende entgegen. Erst die Vorletzte Wende bei Kilometer 37 ließ die niedrig fliegenden abtropfen und das ganze Deutsche Team kam ohne große Probleme da wieder raus. Doch nun kamen auch wir in die große Abschattung und in den daraus fallenden Regen.

Der Task wurde dann sehr schnell gestoppt und ein Traumergebnis für die Deutschen war das Resultat.

Torsten und ich gewannen Punktgleich den Lauf, Marc wurde dritter und Ulli fünfter :-)
Besser geht es wohl kaum und das erste Mal war der Teamchef Happy über die Liste.

Nun hoffen wir, dass wir noch ein wenig das Teamresultat verbessern können, an den letzten beiden Tagen die noch folgen.

Gruß Pepe

Mittwoch, den 121.07.2017, Task 8

Heute fuhren wir mal wieder auf den Monte Avena bei Feltre.
Die Bedingungen für den heutigen Tag waren gut flieg bar. Zwar war die Basis mit 1800 m nicht die höchste doch die 74 Kilometer Aufgabe war gut zu schaffen.
Wie schon des häufigeren, war ich bis zur Hälfte des Rennens gut mit vorne dabei, um dann als es ins Flache ging, zuzuschauen wie es die vor mir fliegenden teilweise gut hochpumpte und ich immer den Zyklus so gerade verpasste und im schwachen noch so viel Rest-thermik bekam, dass ich gerade nicht am Boden stand.
So verlor ich endlos Zeit und spielte dann den Besenwagen und nahm die letzten noch fliegenden Piloten mit ins Ziel.
Feltre und ich werden wohl keine großen Freunde mehr.
Morgen geht es nach Bassano, da es wohl etwas föhnig werden soll.

Gruß Pepe

Dienstag, den 11.07.2017, Task 7

Nachdem es immer noch die gleiche Wetterlage hat, wurde heute der Lauf etwas früher angesetzt und die Länge etwas verkürzt zu gestern.
54 Kilometer bei einer Basis von maximal 1300 m waren zu bewältigen.
Heute zählte es und wie kann es denn anders sein… klaro mit vorne dabei, aber statt ein Top 5 Ergebnis wie es eigentlich bei dem Lauf hätte sein können oder eher müssen… geriet mein Endanflug leider wieder in eine sehr Bescheidene Linie.
Gleitzahl 9,2 reichte nicht, so musste ich 2 Kilometer vor der End of Speed noch in mega schwachem steigen 15 min kurbeln und dann fehlten immer noch 15 m um das Ziel zu überfliegen. Ich landete 400 m vor der Ziellinie und hatte erneut einen sehr bescheidenen Tag.
Man da fliege ich soooo gut mit vorne und dann fehlt einem schon wieder das Quäntchen Glück.

Bin gerade echt nicht so Happy.

Den Lauf gewann heute Yassen Savov.

Gruß Pepe

Montag, den 10.07.2017, Task 6

Ja wenn es nicht so gewittrig wäre… :-)

Heute auf nach Bassano zum Startplatz auf den Rubio.
Es sah ganz gut aus, doch leider kamen die Gewitter zu früh. Der Start wurde von 12.45 Uhr auf 12.50 Uhr verschoben und genau die 5 Minuten fehlten nach dem Stoppen für einen gültigen Lauf.
Denn genau um 13.50 Uhr wurde wegen einer schwarzen Wand der heutige Task gestoppt. Bis dahin war es gut bis sehr gut für mich… Wir hatten 35 Kilometer zurückgelegt und ich befand mich ganz vorne.
Aber man sollte vorne sein, wenn es zählt und nicht wenn es nicht zählt…. :-)

Morgen wieder auf ein Neues

Gruß Pepe

Samstag, 08.07.2017, Task 5

Die heutige Aufgabe hatte eine Länge von 74 Kilometern.
Ich ging wieder sehr früh an den Start und konnte direkt überm Monte Avena bis auf 2300 m Aufdrehen. Nun ging es mit Vollgas zu den hohen Bergen um mich dort für den Luft-Start zu platzieren. Ich kam mit 2000 m an und drehte direkt mit 3 m/s weiter an den Wolken hoch bis 2700 m.
Man was für ein Hammertag.
Aufpassen mit dem Höhenlimit von 2900 m dachte ich noch.

Und mein Schirm flog auch wieder, nachdem er wieder vermessen werden musste.
Einige Leinen verändern sich irgendwie ständig an meinem Schirm und die letzten Läufe zog er wieder einseitig weg.
Nach der fein Justierung heute Morgen am Startplatz fliegt er aber wieder schön. :-)

Nun kamen auch immer mehr Piloten und so war ich nicht mehr ganz alleine dort an den schönen Wiesenhängen auf 2400 m. Auf die Idee, das unter 2000 m gerade eine 15 ner Gruppe um Xevi Bonnet und Alex Schalber ums absaufen kämpfte, kam ich überhaupt nicht. Ich dachte nur immer, die sind aber spät gestartet und schaffen es nicht mehr in time zum Startradius. Das es unten herum mega stabil ist, bekam ich gar nicht mit.
Nun ging es um 13.30 Uhr zum Startradius mit 2700 m Basis. Vollgas weiter Richtung zweiter Wende im Osten immer an den Bergen entlang…. aber halt, hier stimmt was nicht…. wieso macht es an den Hängen keinen pieps… was ist denn hier los!?
Mittlerweile war diese 15 ner Gruppe mit absoluten Toppiloten schon gelandet und hatte nicht einmal den Startradius nehmen können!?
Manno nun waren der ganze erste Pulk nur noch 100 m über Grund und ein Déjà-vus von gestern kam bei mir hoch.
Ich kämpfte ums Überleben in schwächstem steigen und wechselte einmal den Bart weil unten welche kurz hoch ploppten und der Fehler war getan…
Dieser plopp war ein Plopp und so landete ich zwischen Stromleitungen. Gut das die nächsten 30 min keiner um mich herum war. Ich hätte fast meine ganze Ausrüstung in klump geschlagen…. so sauer war ich selten über dieses Unvermögen meinerseits, den Bart verloren zu haben.
Natürlich überlebten 40 Piloten und natürlich schafften es 6 Piloten ins Ziel.
Tolle Leistung von allen die an dem heutigen schwachen Tag so weit kamen. Und allerhöchsten Respekt an Adrian Hachen, der sogar noch 16 min Vorsprung im Ziel hatte und den Task verdient gewann.
Das deutsche Team hatte wieder ein extrem schlechtes Resultat, nur Ulli kam 52 Kilometer weit.
Alle anderen standen früh wie die 110 anderen Piloten.

Morgen am Sonntag ist erst einmal ein Tag Pause und dann geht es Montag wieder weiter, mit hoffentlich mehr Sonne im Auspuff.

Gruß Pepe

Freitag, den 07.07.2017, Task 4

Heute einmal mehr sehr Labil und dennoch sehr stabil…. :-)

Tja wie geht das. Eine Inversion die erst mal alles lahm legt, dann irgendwann durch geheißt wird, und die Gewitter entstehen.

Wenn man dann noch den ersten Teil des Laufes in ein Seitental legt, wo die Lokals wenn überhaupt, erst zum späten Nachmittag hinein fliegen. Dann passiert das, was heute eintraf. 130 Piloten stehen auf einem Fleck und schauen sich sparsam an…

20 Top Piloten konnten sich retten und flogen 20 – 25 Kilometer weiter, eh dann wegen Gewitter wieder gestoppt werden musste.

Nun das grausame an solchen Tagen, kein Deutscher war dabei und so haben die Teams die wie die Franzosen, die Slowenen und die Schweizer mindestens 2 Piloten in dieser Gruppe hatten, einen Vorsprung alleine heute von 500 Punkten in der Teamwertung gemacht.
So gesehen… diesen Abstand nun von 600 Pkt. zu den ersten Teams kann man durch Normale Läufe nie wieder gut machen…
Es sind immer die schlechten Läufe, die einen Wettbewerb entscheiden. Heute war so einer….

Gewonnen hat heute Primoz Susa mit gewaltigen 500 Punkten… viel zu viele Punkte, wo 130 Piloten bei Kilometer 20 stehen!?
Wer hat denn da solche Parameter für die Formel fest gelegt...

Gruß Pepe

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