15. Weltmeisterschaft Feltre Italien 2017

Montag, den 17.07.2017, Tag 11

Nach dem der letzte Task mit Siegerehrung und packen usw. doch recht hektisch war, hier noch einmal meine letzten Eindrücke.

Der Task am Samstag war mit 43 Kilometer recht kurz, doch auch an diesem kurzen Lauf sah man die Tücken des Talkessels. Erst ging es doch sehr hoch an den Wolken über dem Startplatz, um dann erneut den schwierigen Part im Flachland zu bewältigen. Mir war klar, dass ich übers flache die kurze Gerade fliegen werde. Das gelang natürlich nicht, da ich irgendwann zu ungeduldig wurde und die Aufwinde am heutigen Tag sehr schwach waren. Keiner von den Deutschen Piloten erreichte heute das Ziel, aber unsere Deutsche Pilotin Yvonne schaffte mit sehr viel Geduld den Zieleinflug und Punktete fürs Deutsche Teamresultat. Das machte es aber auch nicht unbedingt besser. Wir endeten mit dem Team auf Platz 18 von 48 Nationen. In der Einzelwertung sah es ähnlich bescheiden für die deutschen aus. Ich endete auf Rank 74 von 150 Piloten. Die Franzosen holten alle Titel. Seiko gewann bei den Damen, Pierre Remy holte sich den Titel Overall und den Titel im Team ging auch an Frankreich.

Die Organisation war perfekt und die ganze Ortschaft stand dermaßen hinter dem Wettbewerb, dass es eine große Freude für alle Teilnehmer war, hier an dieser Weltmeisterschaft teilgenommen zu haben.

Nun haben wir kommendes Wochenende einen Ligawettkampf in Ellmau mit den Österreichern zusammen und dann drei Tage später den ersten Teil unserer Deutschen Meisterschaft in den Vogesen.

Bis dahin Gruß Pepe

Freitag, den 14.07.2017 Task 10

Heute ging es, nach dem es bis 09.00 Uhr regnete, rüber an die Kette bei Bassano.

Rubio mit ca. 1100 – 1200 m Basis und eine Aufgabe von 58 Kilometern.

Nicht einfach aber auch wieder mit 20 Piloten im Ziel.

Nach dem die ersten 20 Kilometer eher schnell und einfach zu fliegen waren, erwartete uns bei den Startplätzen von Bassano etwas Regen und ein großes Schattengebiet. Die Piloten an den Hängen wurden durch einen Herabfallenden Regenschweif einer großen Wolke erste einmal hinaus und runter gespült. Bei Borso del Grappa konnten sich die meisten in der ablösenden Thermik durch den Abwind auf ca. 1200 m Höhe retten und weiter in den Schatten flüchten. Ja Schatten und gleichzeitig Regen der immer stärker wurde, veranlasste mich, der Sonne entgegen Richtung Asolo zu fliegen. Aber leider begleitetet mich über 20 min dieser Regen, der immer stärker wurde hinaus ins Flachland.

Erst als ich platter nass und nur noch 50 m über Grund war, traf ich die erwartetet Thermik.
Aber leider hatte ich dann etwas zu viel schiss die Thermik einzudrehen.

Einen nassen Schirm im Regen in 50 m Höhe über Grund… ich entschied mich safe im Gas zu Landen.
Denn heile schmeckt der Rotwein am Abend viel besser, als mit ner Landung im Stall, evtl. mit einer Verletzung.

So vergurkte ich auch den heutigen Tag und auch die anderen Deutschen verpassten das Ziel.

Kein guter Tag für uns.

Gruß Pepe

Freitag, den 14.07.2017

Morgens 07.40 Uhr, es regnet Bindfäden und mein Wecker schreit....

Hatte zu gestern ganz vegessen, dass ich einem Doping Test unterzogen wurde. Das ganze prozedre mit dem Test der A und B Probe dauerte fast 1 Stunde :-) Hoffe mal, dass mein Magnesium und mein Vitamin C was ich immer zusätzlich nehme mir keine Rennvorteile und eine Sperre einbringen.... hi hi.

Außer mir waren noch Alex Schalber und Dusan Oroz bei der Urinprobe.

Evtl. wenn es heute früh aufhört mit dem Regen, fahren wir hoch für einen weiteren Lauf.

Bis später Pepe

Donnerstag, den 13.07.2017, Task 9

Anfangs hieß es noch, wir gehen an die vordere Kette auf Rubio.
Am Morgen dann die Info, Wetter dramatisch anders und wir bleiben am Monte Avena.
Erst sollte es den Hammertag geben und nu Basis kaum über Startplatz und früh Abschattungen und evtl. sogar Regen.
Nun ja, mittlerweile nehmen wir es halt wie es kommt. Hi hi…

Bei der Teambesprechung für den 56 Kilometer Task fragte mich dann Torsten, „wir werden sicherlich an den Bergen zu den großen Radien im Osten fliegen…. Oder“!?

Meine knappe Antwort, „mit Sicherheit nicht“ :-)

Torsten: „ich fliege auf jeden Fall an den Bergen“

Pepe: „Wetten nicht“

Torsten: „Ok 1 GT“

Nach dem Start und ca. zwei Kilometer Richtung erster Wende über dem Flachland… (Außer mir wollte eigentlich das ganze Deutsche Team an der Bergkette fliegen) drehte ich mich um und schaute, wer mir denn so alles ins flache folgt…
Huch… das ganze Deutsche Team war wie an der Perlenkette aufgereiht, um die Kurze gerade im Flachland zu nehmen.
Marc funkte kurz darauf, Harry das ganze Deutsche Team zusammen im Flachen.
Wir hörten hinterher das die Gesichtszüge des Teamchefs kurzzeitig entgleisten.
Aber direkt schon in der ersten Thermik juchzte ich und schrie ein kurzes „Wette gewonnen“ zu Torsten hinüber :-) Und nun auch erkannten selbst die Teams der Schweiz und Frankreich, die an der Bergkette flogen, dass sie nichts mehr mit dem Ausgang des Rennens zu tun haben werden :-) Zu gut lief es im flachen. Drehen selten und nur gute Linien machten das vorankommen mehr als easy. Es ging immer knapp an der Basis und mindestens halb gas weiter, der zweiten und dritten Wende entgegen. Erst die Vorletzte Wende bei Kilometer 37 ließ die niedrig fliegenden abtropfen und das ganze Deutsche Team kam ohne große Probleme da wieder raus. Doch nun kamen auch wir in die große Abschattung und in den daraus fallenden Regen.

Der Task wurde dann sehr schnell gestoppt und ein Traumergebnis für die Deutschen war das Resultat.

Torsten und ich gewannen Punktgleich den Lauf, Marc wurde dritter und Ulli fünfter :-)
Besser geht es wohl kaum und das erste Mal war der Teamchef Happy über die Liste.

Nun hoffen wir, dass wir noch ein wenig das Teamresultat verbessern können, an den letzten beiden Tagen die noch folgen.

Gruß Pepe

Mittwoch, den 121.07.2017, Task 8

Heute fuhren wir mal wieder auf den Monte Avena bei Feltre.
Die Bedingungen für den heutigen Tag waren gut flieg bar. Zwar war die Basis mit 1800 m nicht die höchste doch die 74 Kilometer Aufgabe war gut zu schaffen.
Wie schon des häufigeren, war ich bis zur Hälfte des Rennens gut mit vorne dabei, um dann als es ins Flache ging, zuzuschauen wie es die vor mir fliegenden teilweise gut hochpumpte und ich immer den Zyklus so gerade verpasste und im schwachen noch so viel Rest-thermik bekam, dass ich gerade nicht am Boden stand.
So verlor ich endlos Zeit und spielte dann den Besenwagen und nahm die letzten noch fliegenden Piloten mit ins Ziel.
Feltre und ich werden wohl keine großen Freunde mehr.
Morgen geht es nach Bassano, da es wohl etwas föhnig werden soll.

Gruß Pepe

Dienstag, den 11.07.2017, Task 7

Nachdem es immer noch die gleiche Wetterlage hat, wurde heute der Lauf etwas früher angesetzt und die Länge etwas verkürzt zu gestern.
54 Kilometer bei einer Basis von maximal 1300 m waren zu bewältigen.
Heute zählte es und wie kann es denn anders sein… klaro mit vorne dabei, aber statt ein Top 5 Ergebnis wie es eigentlich bei dem Lauf hätte sein können oder eher müssen… geriet mein Endanflug leider wieder in eine sehr Bescheidene Linie.
Gleitzahl 9,2 reichte nicht, so musste ich 2 Kilometer vor der End of Speed noch in mega schwachem steigen 15 min kurbeln und dann fehlten immer noch 15 m um das Ziel zu überfliegen. Ich landete 400 m vor der Ziellinie und hatte erneut einen sehr bescheidenen Tag.
Man da fliege ich soooo gut mit vorne und dann fehlt einem schon wieder das Quäntchen Glück.

Bin gerade echt nicht so Happy.

Den Lauf gewann heute Yassen Savov.

Gruß Pepe

Montag, den 10.07.2017, Task 6

Ja wenn es nicht so gewittrig wäre… :-)

Heute auf nach Bassano zum Startplatz auf den Rubio.
Es sah ganz gut aus, doch leider kamen die Gewitter zu früh. Der Start wurde von 12.45 Uhr auf 12.50 Uhr verschoben und genau die 5 Minuten fehlten nach dem Stoppen für einen gültigen Lauf.
Denn genau um 13.50 Uhr wurde wegen einer schwarzen Wand der heutige Task gestoppt. Bis dahin war es gut bis sehr gut für mich… Wir hatten 35 Kilometer zurückgelegt und ich befand mich ganz vorne.
Aber man sollte vorne sein, wenn es zählt und nicht wenn es nicht zählt…. :-)

Morgen wieder auf ein Neues

Gruß Pepe

Samstag, 08.07.2017, Task 5

Die heutige Aufgabe hatte eine Länge von 74 Kilometern.
Ich ging wieder sehr früh an den Start und konnte direkt überm Monte Avena bis auf 2300 m Aufdrehen. Nun ging es mit Vollgas zu den hohen Bergen um mich dort für den Luft-Start zu platzieren. Ich kam mit 2000 m an und drehte direkt mit 3 m/s weiter an den Wolken hoch bis 2700 m.
Man was für ein Hammertag.
Aufpassen mit dem Höhenlimit von 2900 m dachte ich noch.

Und mein Schirm flog auch wieder, nachdem er wieder vermessen werden musste.
Einige Leinen verändern sich irgendwie ständig an meinem Schirm und die letzten Läufe zog er wieder einseitig weg.
Nach der fein Justierung heute Morgen am Startplatz fliegt er aber wieder schön. :-)

Nun kamen auch immer mehr Piloten und so war ich nicht mehr ganz alleine dort an den schönen Wiesenhängen auf 2400 m. Auf die Idee, das unter 2000 m gerade eine 15 ner Gruppe um Xevi Bonnet und Alex Schalber ums absaufen kämpfte, kam ich überhaupt nicht. Ich dachte nur immer, die sind aber spät gestartet und schaffen es nicht mehr in time zum Startradius. Das es unten herum mega stabil ist, bekam ich gar nicht mit.
Nun ging es um 13.30 Uhr zum Startradius mit 2700 m Basis. Vollgas weiter Richtung zweiter Wende im Osten immer an den Bergen entlang…. aber halt, hier stimmt was nicht…. wieso macht es an den Hängen keinen pieps… was ist denn hier los!?
Mittlerweile war diese 15 ner Gruppe mit absoluten Toppiloten schon gelandet und hatte nicht einmal den Startradius nehmen können!?
Manno nun waren der ganze erste Pulk nur noch 100 m über Grund und ein Déjà-vus von gestern kam bei mir hoch.
Ich kämpfte ums Überleben in schwächstem steigen und wechselte einmal den Bart weil unten welche kurz hoch ploppten und der Fehler war getan…
Dieser plopp war ein Plopp und so landete ich zwischen Stromleitungen. Gut das die nächsten 30 min keiner um mich herum war. Ich hätte fast meine ganze Ausrüstung in klump geschlagen…. so sauer war ich selten über dieses Unvermögen meinerseits, den Bart verloren zu haben.
Natürlich überlebten 40 Piloten und natürlich schafften es 6 Piloten ins Ziel.
Tolle Leistung von allen die an dem heutigen schwachen Tag so weit kamen. Und allerhöchsten Respekt an Adrian Hachen, der sogar noch 16 min Vorsprung im Ziel hatte und den Task verdient gewann.
Das deutsche Team hatte wieder ein extrem schlechtes Resultat, nur Ulli kam 52 Kilometer weit.
Alle anderen standen früh wie die 110 anderen Piloten.

Morgen am Sonntag ist erst einmal ein Tag Pause und dann geht es Montag wieder weiter, mit hoffentlich mehr Sonne im Auspuff.

Gruß Pepe

Freitag, den 07.07.2017, Task 4

Heute einmal mehr sehr Labil und dennoch sehr stabil…. :-)

Tja wie geht das. Eine Inversion die erst mal alles lahm legt, dann irgendwann durch geheißt wird, und die Gewitter entstehen.

Wenn man dann noch den ersten Teil des Laufes in ein Seitental legt, wo die Lokals wenn überhaupt, erst zum späten Nachmittag hinein fliegen. Dann passiert das, was heute eintraf. 130 Piloten stehen auf einem Fleck und schauen sich sparsam an…

20 Top Piloten konnten sich retten und flogen 20 – 25 Kilometer weiter, eh dann wegen Gewitter wieder gestoppt werden musste.

Nun das grausame an solchen Tagen, kein Deutscher war dabei und so haben die Teams die wie die Franzosen, die Slowenen und die Schweizer mindestens 2 Piloten in dieser Gruppe hatten, einen Vorsprung alleine heute von 500 Punkten in der Teamwertung gemacht.
So gesehen… diesen Abstand nun von 600 Pkt. zu den ersten Teams kann man durch Normale Läufe nie wieder gut machen…
Es sind immer die schlechten Läufe, die einen Wettbewerb entscheiden. Heute war so einer….

Gewonnen hat heute Primoz Susa mit gewaltigen 500 Punkten… viel zu viele Punkte, wo 130 Piloten bei Kilometer 20 stehen!?
Wer hat denn da solche Parameter für die Formel fest gelegt...

Gruß Pepe

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